Crossfire


Foto: Buffo

Crossfire 01.09.2021, 08:01

ACCEPT - Crossfire: mit Uwe Lulis

Als ehemaliger Musiker und Songwriter von Grave Digger und Rebellion, Besitzer des Tonstudios Black Solaris bei Frankfurt und Produzent von Kapellen wie Paragon, Wizard oder Sieges Even ist ACCEPT-Gitarrist Uwe Lulis (55) eigentlich ein ausgewiesener Experte für Heavy Metal made in Germany; trotzdem tut sich der gebürtige Osnabrücker im Rahmen unseres Teutonen-Specials schwerer als erwartet.

RAGE - True

»Ich komme gerade nicht auf den Namen, obwohl ich die Jungs kenne. Singt da nicht Peavy? Ist das von der aktuellen Rage?«

Ja und ja.

»Gefällt mir gut. Mein Statement: Genauso weitermachen, Jungs!«

MOTORJESUS - Hellbreaker

»Am Anfang hätte ich fast auf die V8Wankers getippt, aber dafür ist der Song dann doch zu melodisch. Sind das Deutsche?«

Ja, sie stammen aus dem Raum Mönchengladbach.

»Geht gut ab, voll auf die Fresse. Das ist eine neuere Band, oder?«

Nicht wirklich, die gibt es schon länger. Die Combo heißt Motorjesus.

»Den Namen werde ich mir merken beziehungsweise in meine Playlist packen. Ich würde die Gruppe gerne bei Accept im Vorprogramm mitnehmen und muss mal dem Wolf (Hoffmann, Accept-Gitarrist/Bandleader – buf) Bescheid sagen. Ja, sehr geil.«

BLIND GUARDIAN TWILIGHT ORCHESTRA - This Storm

»Hansi! Das sind Blind Guardian, oder?«

Ja, das ist das Blind Guardian Twilight Orchestra.

»Das mit dem Orchester haben wir mit Accept ja auch schon hinter uns. Unsere Tournee mit den Prager Sinfonikern 2019 war eine geile Sache. Wir haben damals einige Tage vor der Tour mit ihnen in Prag gearbeitet; das war echt beeindruckend, wenn die alle richtig loslegten. Hansi ist wirklich ein Ausnahmesänger. Ich habe früher viel mit ihm zusammengearbeitet, er hat ja die ganzen Chöre bei Grave Dinger gesungen. Seitdem sind wir befreundet. Hansi ist wie die gesamte Band immer auf dem Boden geblieben.«

DIE APOKALYPTISCHEN REITER - Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit

»Ah, was Modernes. Der Rammstein-Nachfolger muss ja auch irgendwann kommen (lacht). Ich habe echt keine Ahnung, was das ist. Vielleicht diese Ohrenfeindt?«

Nein, Ohrenfeindt machen eher AC/DC-artige Mucke. Die Jungs hier sind aus Thüringen.

»Ah, Die Apokalyptischen Reiter. Alles klar, die gibt es doch auch schon ewig, oder? Die Musik finde ich geil. Auch hier sage ich: Weitermachen! Corona überleben wir, dann sehen wir uns alle wieder live.«

POWERWOLF - Kiss Of The Cobra King

»Jetzt kommt bestimmt Frauengesang. Oh, doch nicht. Geile Mucke zum Autofahren. Guter Sound. Wie heißt die Band?«

Powerwolf!

»Den Namen kenne ich. Die verkleiden sich doch auf der Bühne, oder? Ich habe mal ein Video der Jungs gesehen, da musste ich aufgrund der Klamotten doch ein bisschen schmunzeln. Was mich bei neuen Produktionen manchmal ein bisschen stört, ist die Tatsache, dass sie oft zu perfekt und glatt klingen. Ich habe erst neulich wieder „Breaker“ von Accept und „The Reaper“ von Grave Digger gehört; das war noch ein anderer Schnack, da wurde voll in die Fresse produziert. So etwas ist eher mein Ding. Ich habe vor Jahren mal für Limb Music die alten Savage-Grace-Scheiben neu gemischt, als mich plötzlich Chris Logue (Gitarrist/Sänger von Savage Grace - buf) anrief und fragte: „Uwe, was hast du denn mit meiner Musik gemacht? Die klingt ja voll lahmarschig!“ Daraufhin stellte ich fest, dass man die Tapes beim Mastern seinerzeit einfach schneller hatte laufen lassen; das war in den Achtzigern ein beliebter Trick, also meinte ich zu Chris: „Nimm mal deine Gitarre in die Hand und spiel dazu, dann wirst du sehen, dass das Tempo stimmt. Ihr habt die Masterbänder damals schneller laufen lassen, damit es frischer klingt.“ Darauf erwiderte er nur: „Echt? Oh ja, stimmt. Dann lass mal.“«

U.D.O. - Make The Move

»Klingt ein bisschen wie die Scorpions. Ich finde die Produktion ziemlich gut. Das sind U.D.O.! Für mich bedeutet Dirkschneider immer noch Gänsehaut.«

Hast du eine Lieblingsplatte von Accept mit ihm als Sänger?

»Definitiv „Breaker“, die lief bei mir früher rauf und runter.«

Und was ist deine Accept-Lieblingsnummer mit Udo?

»Natürlich ´Starlight´. Der Song hat mich damals geprägt. Ich habe ganz früher auch gerne AC/DC, Sex Pistols und Status Quo gehört, aber immer gedacht: „Da muss doch auch noch was Härteres kommen.“ Dann kam eines schönen Tages „Breaker“ raus… Es war neben „Restless And Wild“ und „Balls To The Wall“ das Album, zu dessen Zeit wir als Kids bei Accept vor der Bühne standen und abrockten.«

www.acceptworldwide.com

www.facebook.com/accepttheband

www.lulis.de

www.facebook.com/uwelulis

Bands:
ACCEPT
Autor:
Buffo Schnädelbach

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