Schwatzkasten

Schwatzkasten 27.05.2015

VANDENBERG´S MOONKINGS - Adrian Vandenberg

Gitarrist ADRIAN VANDENBERG hat mit Whitesnake Ende der Achtziger riesige Erfolge erlebt, ist seit Jahrzehnten ein angesehener Maler und genießt in seiner Heimat Holland den Status eines Rockstars. Für seine neue Band MoonKings nimmt der 61-Jährige, der bescheiden und bodenständig geblieben ist, noch einmal alle Strapazen eines Newcomers auf sich, ohne den Spaß zu verlieren. Spaß machte auch das Interview über Frisuren, Frauen und Frühstücksfleisch.

Adrian, wie bist du aufgewachsen?

»Ich wurde in einem kleinen Haus über einer Bäckerei in Den Haag geboren. Daher kommt wahrscheinlich auch mein Faible für leckeren Kuchen und Gebäck (lacht). Dort habe ich meine ersten fünf Jahre verbracht, dann zogen wir nach Amsterdam und später nach Enschede. Zum Studieren an der Kunsthochschule bin ich nach Arnheim gezogen. Zwischendurch lebte ich mal in Amerika, aber jetzt wohne ich wieder in Enschede.«

Du lebst also am liebsten in Holland?

»Ja. Ich habe zwar auch ein Haus in Südfrankreich, wo ich mich gerne aufhalte, aber gerade weil ich so viel reise und vor allem während meiner Zeit bei Whitesnake gereist bin, fühle ich mich einfach als Europäer. Ich wohne nahe an der deutschen Grenze und bin deshalb oft in Düsseldorf oder Köln. Ich bin generell nicht gerne lange an ein und demselben Ort. Dann werde ich unruhig und will wieder los.«

Warst du in der Schule eher der Schrecken der Lehrer oder ein Streber?

»Ich bin so oft aus der Klasse geschmissen worden, dass ich wohl als Lehrerschreck galt. Mein Vater war Professor an einer Uni und hoffte, dass ich in seine Fußstapfen trete, aber ich war nicht genug an schulischen Sachen interessiert und habe für Stress gesorgt. Mit den Jahren hat er begriffen, dass ich wohl nicht so bin wie er. Dass die Musiksache wesentlich ernster ist, als er dachte, hat er festgestellt, als er mich mit meiner damaligen Band Vandenberg in meiner Heimatstadt vor 10.000 Leuten spielen sah. Da wurde ihm klar, dass die Musik für mich wohl mehr als nur ein lebenslanges Hobby ist. Er hat schließlich eingesehen, dass ich meinen eigenen Weg gehe.«

Das heißt, dass deine Eltern stolz auf dich sind?

»Ja. Ich habe sie ab und zu zu Shows eingeladen, auch als ich mit Whitesnake vor 50.000 Leuten spielte. Mein Vater hat mir zwar nie direkt gesagt, dass er stolz auf mich ist - das haben mir eher Freunde von ihm erzählt -, aber ich habe es auch so gespürt.«

Wann und warum hast du angefangen, Gitarre zu spielen?

»Laut meiner Mutter lief ich, als ich ungefähr vier Jahre alt war, immer mit einer Zigarrenbox rum, über die Gummibänder gespannt waren, und zupfte daran rum. Das hat sie mir später erzählt; sie dachte sich damals wohl schon, dass ich mal Gitarre spielen werde. Ich habe aber erst mit zwölf meine erste, ziemlich schlechte Gitarre gehabt, auf der ich ein bisschen geklimpert habe. Mit 13 wurde das Ganze ein bisschen ernsthafter, und mit 14 bin ich in eine lokale Band eingestiegen, in der die Mitglieder alle fünf oder sechs Jahre älter waren. Ab da habe ich immer in Bands gespielt, auch wenn mein Vater mich permanent dazu genötigt hat, die Schule und später das Studium zu beenden. Beim Studium war das aber kein Problem, da ich Kunst mag. Mein Vater war allerdings ganz überrascht, dass ich in der Lage war, etwas so lange durchzuziehen.«

Was war das erste Album, das du dir gekauft hast?

»Das war eine Platte von Steve Winwood mit der Spencer Davis Group oder ein Jimi-Hendrix-Album. Ich glaube, ich habe beide gleichzeitig gekauft.«

Welche sind deine peinlichsten Platten?

»Das sind normalerweise Platten, die mir meine Plattenfirma schickt. Moment, ich guck mal. Hier: eine CD von Britney Spears. Die habe ich bekommen, weil ich die Story dahinter ganz cool finde. Der Produzent ist früher Rocksänger gewesen, aber es lief nicht so gut. Weil er aber ein guter Songwriter war, hat ihn eine Plattenfirma für ein Jahr angestellt, und er schloss sich mit Equipment im Keller ein und lieferte Songs. Max Martin heißt er, glaube ich. Man hört auch bei der Britney-Spears-Platte, dass seine Wurzeln in der Rockmusik liegen.«

Was war der schlimmste Job, den du je hattest?

»Das war in einer Fleischfabrik. Als ich noch studiert habe, brannte das Haus ab, in dem sich meine Bude befand. Ich kam gerade aus dem Studio, wo ich ein paar Demos aufgenommen hatte, und durfte erst nicht zu meinem Apartment, weil die Straße von der Feuerwehr abgesperrt war. Es stellte sich heraus, dass das Haus, in dessen Dachgeschoss ich gewohnt hatte, brannte. Mein ganzer Kram stand auf der Straße: die Überreste meiner Stratocaster, meine geschmolzene Plattensammlung und meine Klamotten. Ich hätte in drei Monaten meine Abschlussprüfung gehabt, aber weil auch meine Bilder, die dafür vorgesehen waren, verbrannt waren, war klar, dass ich das Ganze wiederholen musste. Damit hatte ich die nächsten Monate frei, weil es keinen Sinn machte, in diesem Jahr weiter zur Uni zu gehen. Ich wollte mir dann eine bessere Gitarre kaufen und nahm einen Job an - in einer Fleischfabrik. Der Geruch war furchtbar. Ich arbeitete in dem Bereich, wo „Spam" gemacht wurde (in Deutschland als „Frühstücksfleisch" bekannt - jr). Das ist ein Mix aus diversem Fleisch, im Grunde genommen Fleischabfall, der mit Gewürzen in eine Dose gefüllt wird. Man kocht das Fleisch in der Dose, und es kommt dann als Block raus. Seitdem kann ich dieses Zeug nicht mehr essen.«

Bist du seitdem Vegetarier?

»Eine Zeitlang war ich es. Ich koche total gerne und esse vielleicht alle ein oder zwei Wochen Fleisch. Wenn mir mein Körper sagt, dass er Fleisch braucht und ich Lust auf ein saftiges Steak habe, dann höre ich darauf, weil ich glaube, dass es einen guten Grund dafür gibt.«

Was ist das Verrückteste, für das du Geld ausgegeben hast?

»Ich habe jede Menge verrückte Sachen gekauft, aber die letzte Verrücktheit ist erst ein paar Tage her. Ich habe ja schon gesagt, dass ich gerne koche. Das ist für mich das Gleiche wie Kunst oder Musik - man komponiert mit Farben oder Tönen oder eben Zutaten bzw. Geschmacksrichtungen. Ich experimentiere viel beim Kochen mit Brot oder Pizza und habe deshalb vor kurzem ein großes Brett aus Metall bestellt. Damit soll der Ofen heißer werden. Ich habe davon gelesen und dachte, dass ich das einfach mal ausprobiere. Ein Freund von mir ist Metallarbeiter und hat es mit seinem ganzen Metallkram bestellt. Er konnte gar nicht verstehen, was ich mit so einem Teil will. Es wiegt zwölf Kilo. Mal gucken, wie das funktioniert (lacht). Ich habe auch sonst schon viel verrücktes Zeug gekauft: blöde Klamotten oder Gitarren, bei denen ich eigentlich wusste, dass ich sie nicht kaufen sollte, weil sie zwar cool waren, aber scheiße klangen.«

Hast du in den Achtzigern nicht in die typischen Dinge investiert wie protzige Autos oder Uhren?

»Nein. Ich habe eigentlich immer denselben Lebensstandard behalten, den ich vorher hatte. Mir geht´s einfach besser, wenn ich weiß, dass ich die Freiheit habe, ins Auto zu springen und loszufahren, sobald ich es für meine Inspiration brauche. Ich lebe nicht luxuriös oder so, denn Besitz kann auch zur Last werden. Man wird doch paranoid dabei, wenn man ständig Angst davor haben muss, mal weniger zur Verfügung zu haben. Ich habe einige Freunde mit viel Kohle, bei denen ich sehe, wie sie um die Sachen Angst haben, die sie über Jahre angehäuft haben. Das bremst sie. Ich lebe im Grunde genommen wie ein Student in einem etwas netteren Haus. Ich bin lieber frei und hänge mein Herz deswegen nicht gerne an Dinge oder Geld. Ich würde mich nicht als Buddhisten bezeichnen, aber es geht in die Richtung. Buddhisten gehen natürlich viel weiter, denn ich fahre ein schönes Auto und habe tolle Gitarren. Das meiste Geld gebe ich für Gitarren und guten Wein aus.«

Was ist deiner Meinung nach die wichtigste Erfindung der Menschheit?

»Da muss man unterscheiden zwischen Objekten wie dem Rad oder den Dingen, die man tun kann. Für mich persönlich ist die wichtigste Erfindung, dass man Musik machen kann. Dass jemand damit begonnen hat, Klänge, die ihm gefallen, aus etwas hervorzulocken - das schätze ich am meisten. Musik gibt erstens demjenigen, der sie macht, extrem viel und zweitens denjenigen, die keine Musik machen, aber hören. Man kann sich die Gesellschaft ohne Musik nicht vorstellen. Bei Objekten wähle ich die Espressomaschine. Die ist für mich sehr wichtig (lacht).«

Was wäre dein Traum-Line-up?

»Jon Bonham am Schlagzeug, Andy Fraser von Free am Bass. Bei den Sängern wäre es Paul Rodgers oder David Coverdale oder der frühe Robert Plant. Ian McLagan (verstarb nach diesem Interview - jr) von Small Faces stünde am Keyboard. Er ist für mich einer der unterbewertetsten Keyboard-Player. Bei den Gitarristen würde ich Jimi Hendrix, Jeff Beck oder Eddie Van Halen wählen. Hendrix wäre aber meine erste Wahl.«

Was war bis jetzt der großartigste Moment deines Lebens?

»Privat die Geburt meiner Tochter, musikalisch die allererste Show mit Whitesnake in Texas vor mehr als 100.000 Leuten. Und die Show 1990 mit Whitesnake in Holland im Stadion in Utrecht, wo sich 30.000 Leute die Kehle aus dem Leib schrien, während meine Eltern und Freunde dabei waren. Das war wahrscheinlich noch besser als der Texas Jam.«

Was sind deine Stärken und Schwächen?

»Auf persönlicher Ebene, und das kann man als Stärke und Schwäche ansehen: Ich bin sehr zielstrebig. Damit kann man andere Leute vor den Kopf stoßen, weil man seine Sache durchsetzen will. Und ein weiterer Schwachpunkt, sowohl auf musikalischer als auch auf persönlicher Ebene: Ich bin nicht offen genug für die Meinung anderer. Meine Stärke ist meine positive Lebenseinstellung. Ich bin sehr optimistisch und schiebe das, was sich mir in den Weg stellt, beiseite. Auf musikalischer Ebene ist vielleicht einer meiner Schwachpunkte, dass ich nie richtig übe. Ich spiele nur das, was ich fühle, da ich keine Noten kann. Deshalb ist es für mich manchmal strange, dass Leute in Japan oder Amerika meine Gitarrensoli als Lehrmaterial in ihren Gitarrenschulen benutzen. Ich finde es eigentlich ziemlich schwach, dass ich nicht weiß, was ich da spiele, auch wenn es sich für mich gut anhört. Das kann aber wiederum auch ein Vorteil sein, da es einem einen eigenen Stil gibt.«

Bist du eitel?

»Nein, eigentlich nicht. Das, was mir am Showbusiness unangenehm ist, ist, dass man zu Fotosessions gezwungen ist, weil es zum Job gehört. Ich möchte einfach nicht gezwungen werden, Zeit damit zu verbringen, gut auszusehen. Man hat aber im Prinzip keine andere Wahl, weil man ja später ein Foto von sich sieht. Um mich mache ich mir dabei weniger Gedanken, aber um meine Tochter und meine Eltern, bei denen ich möchte, dass sie stolz auf mich sind. Wenn ich zu Hause bin, laufe ich in albernen Hosen rum, rasiere mich tagelang nicht und wasche meine Haare nicht oft. Das ist mir egal und irgendwie auch ganz angenehm, wenn der Job sonst das Gegenteil verlangt. Gerade in den Achtzigern galt das. Damals war alles sehr glamourös. Das hat viel Spaß gemacht, vor allem wenn man das - so wie wir bei Whitesnake - nicht so ernst nahm. Für uns war das ein Spiel. Daher ist es zwar lustig, dass Leute Whitesnake als Hair-Band bezeichnen, aber auch total dumm, denn musikalisch hatten wir nichts mit Bands wie Poison gemeinsam.«

Aber ihr habt euch so gestylt.

»Ich habe das als Joke gesehen. Als wir „1987" fertig hatten und die ganze PR-Maschinerie mit Fotosessions anlief, schickte uns die Plattenfirma Stylisten, die uns frisierten. Wir guckten in den Spiegel und haben im wahrsten Sinne des Wortes geheult vor Lachen. Besonders David und ich lagen vor Lachen am Boden. Wir kamen ja aus Europa und waren eher mit dem Denim-and-Leather-Style aufgewachsen. Obwohl ich mit Vandenberg auch schon in eine etwas andere Richtung ging, da ich nicht wie eine der vielen anderen Bands sein und zeigen wollte, dass es beim Rock´n´Roll nicht darum geht, eine Uniform zu tragen. Wenn dann alle Jeans und Lederjacke tragen, ist das ja im Endeffekt das Gleiche. Mit Whitesnake haben wir jedenfalls Tränen gelacht, als wir uns sahen. Als wir dann in Stadien spielten, haben wir abgemacht, dass unsere Frisuren sich der Größe des Stadions anpassen müssen - je größer das Stadion, desto höher unsere Frisuren. Man zog damals einfach glamouröse Klamotten an, das haben die Stones in den Siebzigern gemacht oder Ozzy in den Achtzigern. Alle machten das, jeder hatte seine glamouröse Periode. Als Künstler siehst du das als Spiel und findest es lustig, es hat aber nichts damit zu tun, dass es einem wirklich persönlich gefällt. Man sollte Rock´n´Roll sowieso nicht zu ernst nehmen.«

Hast du schon mal David Coverdale gemalt?

»Nein, tatsächlich nie. Als ich Porträts gemalt habe, was schon lange her ist, ging das immer ein wenig in Richtung Karikatur. Ich fand immer, dass man dann auch gleich ein Foto machen kann, wenn es ganz realistisch aussehen soll. Also habe ich die Bilder etwas überzeichnet. David wäre aber ein interessantes Objekt. Man sieht es, wenn jemand sehr intensiv gelebt hat, und David hat ein sehr charakteristisches Gesicht.«

Hattest du jemals Probleme mit Stalkern?

»Ja, schon einige Male und gerade wieder. Das fing in den frühen Achtzigern an. Unerklärlicherweise tauchte ich als Künstler in irgendwelchen Auflistungen mit meiner Telefonnummer auf, und ab da wurde ich telefonisch belästigt. Im Moment hängt alle paar Monate ein Mädchen vor meinem Haus rum, und es liegen Geschenke in meinem Garten. Das ist ziemlich unangenehm, vor allem für meine Tochter, die sich darüber aufregt. Ich rate ihr immer, die Frau einfach zu ignorieren, und hoffe, dass nie etwas Ernstes passiert.«

War es immer einfach für dich, deine Traumfrauen zu bekommen, oder musstest du dich anstrengen?

»Manchmal war es harte Arbeit, weil mich der leichte Weg noch nie interessiert hat. Man denkt dann schnell, dass es vielleicht jeder Typ bei der Frau so leicht gehabt hat - das finde ich nicht anziehend. Besonders als Teenager war ich zu schüchtern, um die Frauen anzusprechen, die ich gerne kennengelernt hätte. Wenn ich es dann mal tat, war es so schwierig, dass ich mir vornahm, das auf keinen Fall noch mal zu tun, weil ich mich nicht zum Affen machen wollte.«

Bist du von einer Frau schon mal vor die Wahl gestellt worden - die Musik oder ich?

»Das ist sogar ziemlich oft passiert. Nicht gerade auf die direkte Art, sondern mehr nach dem Motto „Die Musik ist dir wichtiger als ich!" und so. Solche Diskussionen hatte ich unzählige Male. Wenn du jemanden wirklich liebst und weißt, dass eine Sache für ihn sehr wichtig ist, müsste man sich doch für ihn freuen, dass er etwas hat, das ihn mit Leidenschaft erfüllt. Manchmal ist es natürlich nicht einfach, weil der andere halt viel Zeit mit der Sache, die ihn erfüllt, verbringen muss und will. Aber das sollte kein Streitthema sein.«

Hast du ein Lebensmotto?

»Monty Pythons „Always look on the bright side of life". Aber auch John Lennons „Life is what happens to you while you´re busy making other plans". Du kannst planen, was du willst, und es wird nie passieren. Du kannst Hoffnungen und Fantasien haben, aber du musst das Beste aus dem machen, was du hast. Danach lebe ich.«

Bist du religiös?

»Nicht wirklich. Ich bin religiös aufgewachsen und ging mit meinen Eltern zur Kirche, bis ich 13 Jahre alt war. Dann habe ich mich geweigert, weil ich merkte, dass das nicht meine Religion war. Ich glaube aber schon an etwas, allerdings eher an etwas Spirituelles.«

Was war oder ist die größte Herausforderung in deinem Leben?

»Wahrscheinlich Situationen zu überstehen, in denen ich von meiner Musik nicht leben kann. Das ist immer noch eine Herausforderung, da ich nicht die angesagteste Musik mache, ich es aber immer noch liebe, genau diese Art von Musik zu spielen. Und daher ist es mir egal, ob ich damit viel Geld verdiene. Mir sollte es wohl besser nicht egal sein, aber es ist so. Ich bin froh, wenn ich die Sachen machen kann, die ich gerne mache, ob es Malen, Musikmachen, Reisen oder Rumhängen mit meiner Tochter ist. Es ist toll, dass ich mit Whitesnake Geld verdient habe, so dass ich immer wieder mal eine Zeitlang das Risiko eingehen kann, dass nichts reinkommt. Wenn ich Sachen mache, die mir am Herzen liegen, hat sich früher oder später immer etwas Tolles daraus entwickelt. Gerade verdiene ich mit meiner neuen Band MoonKings kaum Geld. Ich versuche, die Band am Laufen zu halten, und investiere in sie. Es gibt Shows, da bekommt die Roadcrew mehr, als wir am Abend einnehmen. Ich war in diesem Geschäft nie des Geldes wegen. Sobald man etwas des Geldes wegen macht oder versucht, reich zu werden, vergiftet der Songwriting-Prozess, weil man dann zwanghaft versucht, Hits zu schreiben. Und ob ich damit viel Geld verdiene oder nicht - solange ich ein Glas Wein trinken und eine nette Gitarre spielen kann, ist alles gut.«

Welche Worte sollen auf deinem Grabstein stehen?

»I´ll be back.«

Du glaubst also an ein Leben nach dem Tod?

»Ich weiß nicht, in welcher Form, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Spirit einfach verschwindet. Ich kann und will nicht glauben, dass es einfach vorbei ist. An Himmel und Hölle glaube ich allerdings nicht; das finde ich altmodisch und unlogisch. Ich respektiere es, wenn Leute daran glauben, aber ich sehe es eher so, dass mein Spirit irgendwie wieder auftaucht. Die Leute werden mich nicht so leicht los werden. Ich werde irgendwo auftauchen und Gitarre spielen.«

Vielleicht bei einem Act wie Britney Spears.

»Hoffentlich nicht, das würde die Hölle für mich bedeuten. Okay, vielleicht glaube ich ja doch an die Hölle...«


www.facebook.com/moonkingsband

Pic: Stefan Schipper (Promo)

Bands:
VANDENBERG´S MOONKINGS
Autor:
Jenny Rönnebeck

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