Vorwort

Vorwort 25.09.2019, 12:07

GEBT ES UNS!

Woran man merkt, dass der Sommer vorbei ist? Na, zum Beispiel daran, dass hier im Rock-Hard-Headquarter (haha!) mal wieder ein paar Büros besetzt sind, nachdem die zahlreichen Festivals sämtliche Terminkalender wochen-, ach: monatelang durcheinandergewürfelt haben. Und daran, dass nicht nur Peters´ Shirts, sondern sogar seine Hosen ein deutliches Stück länger werden. Daran, dass Mandy vom Asi-Rock´n´Roll-Modus in die grimmige Black-Metal-Phase wechselt (die nur der notorisch schlecht gelaunte Eisenfavst niemals unterbricht). Daran, dass Holger beginnt, sich unter seinen Annihilator-Arbeitsunfall-„Roboterfuß“ (siehe letztes Editorial) Kufen zu klemmen, um sich „demnächst das schädliche Auftreten zu ersparen“, schließlich „friert es ja schon bald“. Sowie natürlich daran, dass die Plattenfirmen, groß wie klein, auf einmal wieder in einen aufsehenerregenden Aktionismus verfallen, als gäbe es nur September und Oktober, und innerhalb kurzer Zeit - das ist keine Übertreibung! - HUNDERTE Veröffentlichungen in die Regale wuchten, die selbst der notorischste Komplettist nicht alle hören, geschweige denn kaufen kann. Ohne Quatsch: Inklusive „Album des Monats“ und „Dynamit“ findet Ihr in diesem Heft 17 pickepackevolle Seiten mit Reviews (DVDs und andere Medien nicht eingerechnet), und wir hätten 34 machen können, ohne am Ende alles zu berücksichtigen.

Gesund und nachhaltig ist dieser Overkill sicher nicht, weder für Fans noch für (herausragende) Bands, aber wohl kaum zu ändern in unsicheren (Business-)Zeiten, in denen, wenn vielerorts schon die Gewinne sinken, zumindest Umsätze generiert werden müssen, um weiterhin an gewohnten Geschäftsmodellen festhalten zu können. Man muss diese naheliegende „Politik“ dementsprechend auch nicht per se verwerflich finden und sofort mit der Moral-Keule angelaufen kommen; die Dinge sind, wie sie sind, und nur wer ohne „Fehler“ ist, werfe den ersten Stein. Aber man sollte sich als Medium natürlich den Aufgaben stellen und das Beste daraus machen. Genauer: Mehr denn je ist es unser „Job“ beim Rock Hard, aus dem großen Wust an guten und relevanten Releases das Interessanteste auszuwählen und Euch auf begrenztem Platz näherzubringen. Die Frage, ob uns das mit unserer Themenauswahl am Ende gelingt, wollen wir allerdings nicht selbst beantworten. Das könnt nur Ihr, die Leserinnen und Leser, ganz profan am Kiosk mit Euren Geldbörsen, aber sehr gerne auch mit Euren Briefen und Kommentaren. Greift zur Tastatur, schickt uns Post und E-Post, besucht die Foren auf unserer Homepage und kommentiert bei Facebook und Instagram - wir lesen alles!

Viel Spaß mit Rock Hard 389!

PS: Ihr fragt Euch, wie das diesmonatige Titelbild entstanden ist? Ganz einfach: Holger hat Mikael Åkerfeldt beim Fotoshooting lediglich gebeten, „mal kurz wie Zompf Kupfer nach dem drölften Absinth zu gucken“. Und schon war das Ding im Kasten.

Autor:
Boris Kaiser

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos