Festivals & Live Reviews


Pics: Christoph Lampert

Festivals & Live Reviews 13.07.2022, 15:02

ROCKHARZ FESTIVAL 2022

Nach zwei Corona-Jahren ohne Festivals feierte das Rockharz-Festival in Ballenstedt an der Teufelsmauer seine Wiedergeburt mit gleich vier Festivaltagen und 56 Bands, von denen alle ihre Freude darüber zum Ausdruck brachten, nach so langer Zeit ohne Livemusik endlich wieder auf der Bühne stehen zu können. Auf diesen mehr als erfreulichen Aspekt des Festivals brauchen wir also nicht bei jeder einzelnen Band extra einzugehen und es war tatsächlich allen Musikern deutlich anzumerken, dass sie Auftritte vor Publikum sehr vermisst hatten. Aber nun erst einmal der Reihe nach, denn wir hatten uns den wahnsinnigen Plan zurechtgelegt, so viele Bands wie nur möglich live zu erleben.

MITTWOCH

Das Festival beginnt mit MUTZ & THE BLACKEYED BANDITZ, und da Mutz ja als langjähriger Stagemanager ein echtes Rockharz-Urgestein ist, macht er auf „seiner“ Bühne auch einen sehr engagierten Eindruck. Die Band spielt flotten Rock 'n' Roll und Blues Rock und leidet unter dem noch spärlichen Zuschauerzuspruch vor der Bühne. Bei den Norwegern SIBIIR sieht die Sache schon besser aus und der düstere Hardcore der Band kommt am Nachmittag bei den Besuchern schon sehr gut an.

Mit TWILIGHT FORCE steht dann die erste Kostüm-Metal-Band des Festivals auf der Bühne und Power Metal gemischt mit einer ordentlichen Portion Fantasy geht ja bekanntlich immer. Das Publikum macht super mit und es gibt die ersten Mitmachspielchen des Nachmittags. Die belgischen EVIL INVADERS liefern danach das volle Brett klassischen Achtzigerjahre-Thrash-Metal, wie man ihn heutzutage leider viel zu selten hört. Das Quartett brettert mit unglaublicher Power durch sein Set und war sicherlich für den Einen oder die Andere die erste Überraschung des Tages.

Twilight Force

Die New Yorker Hardcore-Legenden AGNOSTIC FRONT sind kurzfristig für SUICIDAL TENDENCIES eingesprungen, was einige Festivalbesucher:innen sicherlich geärgert haben dürfte. Roger Miret und Vinnie Stigma mühen sich zwar redlich, mit ihren alten Klassikern Stimmung zu machen, schaffen es aber sogar 'Blitzkrieg Bop' von den RAMONES zu verhunzen. Immerhin können sie den ersten Circle Pit des Tages für sich verbuchen.

Über zwanzig Alben haben GRAVE DIGGER in den über 40 Jahren ihrer Bandgeschichte veröffentlicht. Das bei dieser Veröffentlichungsflut und bei einer Spielzeit von nur vierzig Minuten nicht jeder Fan seinen Lieblingssong hören kann, dürfte klar sein, aber Chris Boltendahl und seine Mannschaft zaubern dem Publikum mit beispielhafter Spiellaune ein Lächeln ins Gesicht. Außerdem hat die Band mit den BAUL MULUY Pipes & Drums noch kräftige Verstärkung dabei, wobei es nur schade ist, dass die Pipes & Drums nicht auch während der Songs zum Einsatz kommen.

Grave Digger

Aus Helsinki sind BEAST IN BLACK in den Harz gereist und zelebrieren ihre Version von Comic-artigem Power Metal mit unglaublich viel Spaß an der Sache. In der hellen Nachmittagssonne ist der rasende Death Metal der kanadischen KATAKLYSM doch sehr gewöhnungsbedürftig und obwohl die Band sich mächtig ins Zeug legt, will der Funke nicht so recht überspringen. Den liefert gleich danach die finnische Sopran-Göttin TARJA, die sicherlich von den Einen geliebt und von den Anderen gehasst wird, aber hier und heute auf der Bühne eine verdammt starke Show abliefert.

Tarja

Direkt im Anschluss sind SEPULTURA am Start, die ohne ihren Gitarristen Andreas Kisser auskommen müssen, weil seine Frau am Wochenende zuvor verstorben ist. Der Ersatzmann macht seine Sache aber sehr gut und auch wenn von der Originalbesetzung nur noch Bassist Paulo Xisto übrig ist, zieht die Band die Fans sofort auf ihre Seite und sorgt mit einem Best-Of ihrer fast vierzigjährigen Bandgeschichte für reichlich Bewegung im Publikum. Der Klassiker 'Roots Bloody Roots' ist ein würdiger Höhepunkt des ersten Festivaltages.

DONNERSTAG

Der Donnerstag beginnt mit den Dark-Rockern von ENEMY INSIDE, die um 13 Uhr mit ihren Alternative Metal versuchen, das Publikum in Stimmung zu bringen. Musikalisch ansprechend, befremdet allerdings das künstlerische Gesamtkonzept der Band, das alle Musiker in weiß ausstattet und die Sängerin in einen weißen Latexanzug quetscht. Das hätte die junge Aschaffenburger Band wirklich nicht nötig.

Enemy Inside

Als kurz darauf GERNOTSHAGEN die Bühne betreten, bricht der erste Regenschauer vom Himmel und durchnässt die bereits zahlreich im Infield anwesenden Fans. Sänger Askan macht aber das beste aus der Situation und schafft es, das Publikum mit treibendem Pagan Metal bei der Stange zu halten.

Mit den Göttingern ASENBLUT geht es auch gleich heftig weiter und der melodische Death Metal der Band weiß durchaus gut zu gefallen. Bei HAMMER KING ist dann Kostüm-Metal angesagt und die deutschen „Kings Of Power Metal“ überzeugen auf ganzer Linie. Auch durch Wind und Regen lassen sie sich nicht aus dem Konzept bringen und geben der Menge, wonach sie verlangt.

Hammer King

Da leider UNZUCHT krankheitsbedingt nicht als komplette Band anreisen konnten, springen DER SCHULZ & BAND spontan als Unplugged-Trio ein und sind sicherlich die Sieger der Herzen. Insbesondere die Coverversion 'Nein, meine Söhne geb' ich nicht' von Reinhard Mey sorgt für Gänsehautmomente und Standing Ovations vor der Bühne.

Black Metal der heftigen Sorte zelebrieren dann die Schweden von DARK FUNERAL, die schon seit 30 Jahren im Geschäft sind und sofort kommt Bewegung das ausgehungerte Publikum. Die Herren um Gitarrenhexer Lord Ahriman legen sich mächtig ins Zeug und die Fans danken es ihnen euphorisch.

Dark Funeral

Wenn man der Menschenmasse vor der Dark Stage Glauben schenken möchte, dann war der größte Teil des Festivalpublikums an diesem Tag wegen THUNDERMOTHER anwesend. Die Flüge der Band waren kurzfristig abgesagt worden und es ist nur einer riesigen Kraftanstrengung der Veranstalter zu verdanken, dass die Schwedinnen überhaupt rechtzeitig zu ihrem Auftritt vor Ort sein konnten. Egal ob Leihinstrumente oder nicht, der Spielfreude der Band um Ausnahmegitarristin Filippa Nässil tun die widrigen Umstände keinen Abbruch. Die Damen geben Gas, als ginge es um ihr Leben und die Fans ließen sich nicht zweimal bitten, mit der Band eine große Party zu feiern. Bei den sympathischen DARK TRANQUILITY ist dann wieder melodischer Death Metal angesagt, wie ihn halt nur schwedische Bands spielen können.

Dark Tranquillity

Mittlerweile hat sich das Infield mehr als gut gefüllt und es wird schnell klar, dass die Fans auf SUBWAY TO SALLY gewartet haben. Wie viele Jahrzehnte ist diese Band jetzt schon auf Tour? Wir erinnern uns an Clubshows vor fünfzig Leuten in den Neunzigern, aber das zählt hier und heute nicht mehr, den Eric Fish und Co. beherrschen auch die ganz großen Festivalbühnen mühelos und der Erfolg ist mehr als verdient. Es gibt an diesem Abend einen wunderbaren Querschnitt durch die ganze Karriere der Band zu hören und somit dürften alle Fans zufriedengestellt sein.

Headliner des zweiten Festivalabends sind dann POWERWOLF, die natürlich zur heiligen Heavy-Metal-Messe aufrufen und die Fans ganz locker um den Finger wickeln. Die Power-Metal Helden sind regelmäßig zu Gast beim Rockharz und da weiß man halt, was einen erwartet. Viel Feuer und Pyros sowie eine solide Metal-Show, die jedoch trotz aller Spielfreude der Band wenig Überraschungen bereit hält.

Powerwolf

FREITAG

Als die Niedersachsen von KAMBRIUM am Freitag um 12 Uhr die Bühne betreten, ist es vor dieser bereits überraschend voll. Helmstedt ist halt gar nicht so weit weg und die Band hat sich im Laufe der letzten Jahre einen beachtlich großen Fanclub erspielt. Wir ziehen den Hut und freuen uns im Anschluss auf das Kontrastprogramm von ATTIC, die für ihre schwarze Messe extra ein Spukschloss (oder sollte es eine Kathedrale sein?) auf der Bühne aufgebaut haben. Leider wirkt okkulter Metal mittags um 12:30 Uhr und im Sonnenschein doch irgendwie befremdlich und wenn ich King Diamond hören möchte, bevorzuge ich das Original.

Noch größer ist dann der Kontrast zu den ungarischen Folkpunkern PADDY AND THE RATS, die für mächtig Stimmung im Publikum sorgen und es sogar schaffen, die erste Wall Of Death des Tages zu inszenieren. In wie vielen Bands der umtriebige Nicke Andersson parallel spielt, weiß wohl niemand so genau, aber bei LUCIFER trommelt er in der Band seiner Frau Johanna Sadonis und frönt mit ihr seiner Leidenschaft für Seventies-Hardrock mit Blues-Anleihen. Die Band legt sich zwar gut ins Zeug, aber es dauert eine ganze Weile bis der Funke beim Publikum überspringt.

Blutrot geschminkt betreten die finnischen MOONSORROW die Bühne und treffen mit ihrem hymnischen Pagan Metal genau den Nerv der Fans. Danach ist mit DESERTED FEAR die große Überraschung des Festivals am Start. Die Thüringer Death-Metaller versuchen zwar augenzwinkernd, möglichst evil herüberzukommen, schaffen es aber vom ersten Song an nicht, das Grinsen aus ihren Gesichtern zu bekommen. So unglaublich sympathisch präsentiert sich die Band, dass es nicht verwundert, wenn das Publikum das Trio von Beginn an kräftig abfeiert. Gitarrist Fabian Hildebrand philosophiert über den Einfluss von Sonnenschein auf seine Tomatenzucht und hat die Lacher auf seiner Seite. Die Spielfreude der Band springt zwangsweise über und authentischer kam man sich wohl nicht präsentieren.

Deserted Fear

Die ukrainischen JINJER ballern ihren Fans dann Metalcore vom allerfeinsten um die Ohren. Der Krieg in ihrer Heimat beeinflusst die Band selbstverständlich auch, obwohl sie als Musiker:innen das Privileg genießen, reisen und auftreten zu dürfen. Jedoch gewinnt man den Eindruck, dass Sängerin Tatiana und ihre Band vor den Hintergrund des Krieges ihre Songs noch heftiger abfeuern als sie dies normalerweise tun.

Jinjer

Danach ist dann der Spitzohren-Kostüm-Metal von FINNTROLL wieder großes Kontrastprogramm, den der Mob aber dankbar annimmt und sich fröhlich den Sportarten Crowdsurfing und Circle Pit hingibt.

Die schwedischen Death-Metal-Urgesteine AT THE GATES eröffnen mit 'Blinded By Fear' und die Menge dreht sofort durch. Sänger Tomas Lindberg eröffnet dem Publikum, dass seine Mutter zwei Tage zuvor gestorben sei und die Band ihr zu Ehren das Klassiker-Album „Slaughter Of The Soul“ komplett spielen werde. Nach ungläubigem Staunen bricht bei den Fans Jubel aus und es gibt in der folgenden Dreiviertelstunde kein Halten mehr. Tomas Lindberg kanalisiert seine Trauer in eine unglaubliche Power und die Band läuft heute zu Hochform auf.

At The Gates

Gleich im Anschluss spielen ENSIFERUM und sorgen für den nächsten Höhepunkt des Festivals. Gitarrist Markus Toivonen wird wohl als Dauergrinser in die Geschichte des Rockharz eingehen und überhaupt sind die finnischen Folk-Metaller an guter Laune kaum noch zu überbieten.

Ensiferum

Es sein denn, STEEL PANTHER betreten nach ihnen die Bühne und zelebrieren ihre Glamrock-Show der Extraklasse. Während die Band auf der Bühne ein Best-Of ihrer Hits abfeiert, ist es im Infield brechend voll und das Meer der Crowdsurferinnen beeindruckend wie nie zuvor. Gitarrist Satchel bittet die weiblichen Fans auf die Bühne, es werden reichlich Brüste entblößt und während '17 Girls In A Row' feiert ein gutes Dutzend mehr oder weniger bekleideter Fans mit der Band eine große Rock'n'Roll-Party.

Steel Panther

Headliner sind an diesem Abend die Hamburger RUNNING WILD, und die haben sich für diesen Auftritt einiges vorgenommen. Rock'n'Rolf und seine Piratengang geben mit 'Riding The Storm' mächtig Gas und haben mit 'Branded And Exiled' sowie selbstverständlich 'Under Jolly Roger' einige alte Klassiker am Start. Trotzdem ist im Publikum keine große Euphorie zu spüren, denn irgendwie hatten die Fans wohl mehr erwartet und über das sinnlose Schlagzeugsolo in der Mitte des Sets hüllen wir hier besser den Mantel des Schweigens.

Running Wild

SAMSTAG

Kann man APRIL ART eigentlich als Kunststudenten-Metal bezeichnen? Anders lässt sich das Konzept der ganz in Rot gekleideten Band um Sängerin Lisa Marie kaum beschreiben. Die Truppe legt sich zur Mittagszeit jedoch mächtig ins Zeug und die Fronterin springt wie ein Gummiball von einer Seite der Bühne zur anderen. Ein durchaus überzeugender Auftritt, der selbst am vierten Festivaltag eine beachtliche Anzahl Fans vor die Bühne zieht.

April Art

Mit AD INFINITUM steht dann zur frühen Stunde das erste Highlight des Tages auf dem Programm. Deren Sängerin Melissa Bonny kann einfach alles und hat nun endlich ihre musikalische Heimat gefunden. Egal ob cleaner Gesang oder Growls, ihre Bandbreite überzeugt und ist so abwechslungsreich wie die Melodic-Metal-Songs der Band. Bei den Ungarn EKTOMORF ist dann wieder Power Metal angesagt und die Routiniers machen von Beginn an mächtig Druck. Der Lohn ist ein springendes Publikum und die erste Wall Of Death des vierten Festivaltages.

Ad Infinitum

Im Anschluss gibt es „Thrash Metal von alten Säcken“, wie Sänger Gerre das Set von TANKARD ankündigt. „Vierzig Jahre schlechtes Aussehen und keinen Erfolg“ wollen in diesem Jahr kräftig gefeiert werden und die Band macht wirklich keine Gefangenen. Gerre ist ohne Zweifel das Duracell-Äffchen des Festivals und tobt ohne Pause von einer Seite der Bühne zur anderen. Die Band spielt sich souverän durch alle Phasen ihrer Karriere und 'Chemical Invasion' und '(Empty) Tankard' sind nur zwei von zahlreichen Hits, die von der Menge begeistert mitgesungen werden.

Tankard

Danach gibt es Death Metal von UNLEASHED auf die Ohren, während die Sonne gnadenlos vom Himmel brennt und zahlreiche Gesichter rot verbrannt zurücklässt. Die Band kämpft mit Vollgas um die Gunst des Publikums, aber die Stimmung bleibt doch eher verhalten.

Ganz anders bei den folgenden INSOMNIUM, die mit melodischem Death Metal und extrem guter Laune punkten können. Mit den beiden Gitarristen Jani Liimatainen und Markus Vanhala hat die Band das wahrscheinlich aktivste Gitarrenduo des Festivals am Start und der fette Sound trägt maßgeblich zur großartigen Show der Finnen bei.

Danach folgt dann das mit Spannung erwartete Duell der beiden Bay-Area-Thrash-Metal-Legenden EXODUS und TESTAMENT. EXODUS legen vor und Ausnahmegitarrist Gary Holt spielt sich in einen Rausch, als ob es kein Morgen gäbe. Bei Klassikern wie 'Lesson In Violence', 'Bonded By Blood' oder 'Toxic Waltz', bei dem Gary Holt kurz SLAYER zitiert, kann einfach nichts schief gehen und Sänger Zetro Souza wird nicht müde, die Band und die Fans immer wieder zu Höchstleistungen anzustacheln.

Exodus

Nach dieser Vorlage hätten TESTAMENT eigentlich leichtes Spiel, aber ein totaler Soundausfall beim ersten Song machte es der Band schwer, in Stimmung zu kommen. Chuck Billy lässt sich aber die gute Laune nicht verderben und mit 'Over The Wall' vom Debütalbum greifen die Old-School Thrasher tief in die Trickkiste. Neuzugang Dave Lombardo an den Drums ist für die Band ein unglaublicher Gewinn, denn es gibt im Metal-Bereich wohl niemanden, der dem Ex-SLAYER-Drummer in Sachen Präzision und Power das Wasser reichen kann. Für genügend Druck ist also gesorgt, die Fans feiern ihre Helden ab, aber im direkten Vergleich gehen dennoch EXODUS als Sieger vom Platz.

Testament

Zu einem Festivalgig von KNORKATOR braucht man eigentlich nicht viele Worte zu verlieren, denn beim ersten Akkord der Band dreht das Publikum komplett durch und es sind zeitweise mehr Crowdsurfer auf dem Weg zur Bühne, als man zählen kann. Stumpen ist bester Laune und die Band spielt eine Stunde lang ein Best-Of-Set, bei dem 'Eigentum', 'Alter Mann' und 'Ich hasse Musik' sicherlich nur beispielhaft als Höhepunkte zu nennen sind. Mit 'Zähne putzen, Pullern und ab ins Bett' beenden die Berliner Spaßvögel den bunten Reigen und hinterlassen eine glücklich applaudierende Menge vor der Bühne.

Knorkator

Auch EISBRECHER-Sänger Alexander Wesselsky freut sich aufrichtig, dass nach so langer Corona-Pause endlich wieder Konzerte und Festivals möglich sind und gibt mit seiner Band gleich zu Beginn Vollgas. Die Fans hängen an seinen Lippen und singen Hits wie 'Sturmfahrt' oder 'Himmel, Arsch und Zwirn' begeistert mit. Mittlerweile ist die Sonne vollständig untergegangen und vor dem Abschluss des Festivals betreten noch Cheforganisator Thorsten Kohlrausch und seine Festivalcrew die Bühne, um sich beim Publikum für die jahrelange Treue, über die Pandemie hinaus, zu bedanken. Das Publikum dankt es dem Festivalteam mit tosendem Applaus und wird sicherlich im nächsten Jahr wieder in den Harz pilgern, wenn das Rockharz Festival seinen 30. Geburtstag feiert.

Danach betreten ACCEPT als Headliner des letzten Festivaltages die Bühne. Wolf Hoffman ist nach über 40 Jahren Bandgeschichte das einzig verbleibende Originalmitglied der deutschen Metal-Legende und beweist an diesem Abend eindrucksvoll, wer hier Chef im Ring ist. Mit wahnsinniger Spielfreude und ansteckend guter Laune reißt er die Fans und Bandkollegen immer wieder mit. Bei einer Songauswahl, die viele alte Klassiker wie 'Restless And Wild', 'Metal Heart' oder 'Princess Of The Dawn' beinhaltet, kann aber auch nichts schiefgehen und als zum Abschluss noch 'I'm A Rebel' intoniert wird, ist wohl allen Festivalbesucher:innen klar, warum sich der Weg nach Ballenstedt auch in diesem Jahr wieder gelohnt hat und auch wir werden sicherlich zur Jubiläumsparty im nächsten Jahr wieder mit dabei sein.

Accept

Autor:
Christoph Lampert

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