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News 23.04.2019, 14:25

SEPULTURA - Statements zur Konzertabsage im Libanon veröffentlicht

SEPULTURA können nicht wie geplant am 28. April in Beirut auftreten, da ihnen von den zuständigen Behörden wegen "Beleidigung des Christentums" und angeblicher Teufelsanbetung die Einreisevisa verweigert wurden.

Die Konzertveranstalter "Skull Session" gaben zu diesen Ereignissen ein Statement ab. Zwar durften sie die Ablehnungsdokumente nicht selbst einsehen, bekamen aber Informationen von Beamten, die Zugang hatten. In einer Mitteilung der Konzertveranstalter heißt es:

"Im Grunde erfuhren wir, dass sie als Teufelsanbeter angesehen werden, dass sie angeblich das Christentum nicht respektiert haben und in Israel aufgetreten seien. Was natürlich alles nicht stimmt."

Zwar spielten SEPULTURA tatsächlich nicht in Israel, hatten allerdings 1993 ein Video zu 'Territory' veröffentlicht, das in Israel und Palästina aufgenommen wurde. In dem Clip wird der dortige politische Konflikt thematisiert, außerdem sieht man die Musiker unter anderem am Toten Meer. Menschen, die in der Vergangenheit nach Israel gereist sind und entsprechende Stempel in ihren Pässen haben, dürfen in den Libanon nicht einreisen.

Was die Vorwürfe der Teufelsanbetung und Respektlosigkeit dem Christentum gegenüber angeht, heißt es im Statement: "Die aktuellen SEPULTURA-Mitglieder kämpfen gegen jegliche Form der Korruption und fordern die Welt auf, zur Güte zurückzukehren und Korruption abzulehnen. Da es die Natur der Metal-Musik ist, nutzt die Band eine aggressive Darstellungsform. Sie griff aber nicht direkt das Christentum an. Tatsächlich teilte der Sänger der Band erst vor ein paar Tagen auf seinem privaten Instagram-Account Fotos von der St.-Georg-Kathedrale in der Ukraine. In ihren Songtexten hält die Band die Menschen sogar dazu an, zu Gott zurückzukehren und eine abnormal automatisierte Gesellschaft abzulehen, und nicht Satan anzubeten, wie es von einigen Leuten interpretiert wurde."

SEPULTURAs Management stellte klar: "Die Band ist NICHT satanisch! Die meisten der Band- und Crewmitglieder sind katholisch. Ja, manchmal kritisieren sie politische oder andere Ungerechtigkeiten. Das kann gelegentlich auch Kritik an der Kirche, Unternehmen oder Institutionen einschließen... aber nicht auf eine destruktive Art."

Bands:
SEPULTURA
Autor:
Alexandra Michels

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