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REVIEW 20.11.2019

(Demo-Review, RH 391, 2019)

SKYLINE - Uncovered

SKYLINE waren 1990 der erste Wacken-Headliner überhaupt (vor ein paar Hundertschaften Fans und doppelt so vielen Kühen). Seit zehn Jahren sind sie dort nun regelmäßiger Opener der Hauptbühnen, was bei den aktuellen Zuschauermassen nicht unbedingt ein Karrierehemmschuh ist, zumal es inzwischen Tradition hat, dass diverse prominente Gäste hinzustoßen; 2019 waren es beispielsweise Doro Pesch und Gus G. Dennoch haftet SKYLINE, zu deren Line-up mal Wacken-Boss Thomas Jensen gehörte, der dieses Jahr wieder für ein paar Songs zum Bass griff, ein Hobby-Kapellen-Image an, das durch den Fokus auf Coversongs bei den W:O:A-Gigs, auf dem Werner Rennen etc. noch forciert wird. Das ist schade, denn das smart betitelte „Uncovered“ ist eine komplett eigene Visitenkarte, die zeigt, dass SKYLINE nicht nur als Nummer-sicher-Crowdpleaser funktionieren, sondern auch als „richtige“ Band ´ne Menge auf dem Kasten haben. Die doppelte Gesangsspitze mit Dan Hougesen (von den Natural Born Hippies, falls die noch jemand kennt) und dem Zeit seines Lebens unterbewerteten Henning Basse (u.a. Metalium, Firewind, Brainstorm) ist auf internationalem Niveau und passt bestens zu dem eindeutig skandinavisch beeinflussten, absolut professionell präsentierten Edel-Heavy-Rock, der diverse Klasse-Hooks abwirft (´30 Years Ago´, ´Kill The Queen´, die Single ´Black Star´). Jacob Hansens Mix und Mastering machen „Uncovered“ endgültig zu einer äußerst runden Sache. * Tut euch den Gefallen und checkt die Herren unter www.skylineofficial.de und www.facebook.com/skylineofficial.

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REVIEW 20.11.2019

(Demo-Review, RH 391, 2019)

SIJJIN - Angel Of The Eastern Gate

Wenn ein integrer Ausnahmemusiker wie Malte Gericke ankündigt, seine Band, in diesem Falle Necros Christos, zu Grabe zu tragen, muss man das erst mal akzeptieren, aber man darf sich schon fragen, wohin die Kreativität denn jetzt fließen soll. Nun, sie fließt in Maltes neues Betätigungsfeld SIJJIN - inklusive Necros-Christos-Drummer Iván Hernández und dessen Extinction/Legen-Beltza-Kollege Ekaitz Garmendia an der Gitarre (Malte bedient neben dem Mikro jetzt den Bass). Natürlich scheinen Necros Christos an allen Ecken und Enden durch, dennoch umweht SIJJIN eine eigene Aura, ein Hauch von Durchatmen und ja: auch der Geschmack des Neustarts. Die größte Verbindung zu Necros Christos ist hier tatsächlich die große Liebe zu Morbid Angel, vor allem „Altars Of Madness“ (man fällt beim Opener ´Vorago Of Adullam´ bestimmt nicht unbeabsichtigt sofort mit der Tür ins Haus), aber auch ansonsten werden - immer mit eigenem Geschmäckle - die Anfänge des Death Metal ins Hier und Jetzt befördert, die Eckpfeiler heißen Death, Autopsy, Incubus, Master und Massacre, aber auch Possessed, Slaughter und Slayer (´Remnants Of Cambrian Evil´!). Das liest sich im ersten Moment vor allem für Fans, die sich am liebsten drei Wochen in eine neue Necros-Christos-Platte reingefuchst haben, vielleicht nicht spektakulär, ist es letztendlich aber: Im Vergleich zu großen Teilen der Konkurrenz machen SIJJIN nämlich einfach so gut wie alles besser, die Riffs sind toll, die Harmonien eingängiger, die Brutalität ist größer, und die Breaks sitzen da, wo sie Sinn ergeben. Aus dem Stand heraus die Death-Metal-Newcomer des Jahres! * Das eigenproduzierte Fünf-Song-Demotape „Angel Of The Eastern Gate“ ist erhältlich unter sepulchralvoice.de, man kann die Tracks via sijjin.bandcamp.com aber natürlich auch digital erwerben.

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