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REVIEW 7.5 26.05.2021

(Album, RH 408, 2021)

UPPER LIP - Deep Within

PLUS-MINUS Reden wir nicht lange drum herum, der Bandname UPPER LIP lässt es ja ohnehin auch die Arglosesten ahnen: Hier haben wir es mit waschechten AC/DC-Fans zu tun, und das hört man „Deep Within“ mehr als deutlich an. Das Debütalbum der Jungs aus Malta versprüht durchgehend den bluesgetränkten rotzigen Hardrock-Charme der australischen Vorbilder - von Chris Portellis Reibeisengesang bis hin zu Gitarrenarbeit und Songwriting. Hier bewahrheitet sich aber tatsächlich das Motto „besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht“: Die Scheibe geht ins Ohr, versprüht Energie und Lebensfreude und wird auf vielen Plattentellern heißlaufen. Anspieltipps: der Opener ´Keep Going´, ´Eyes On Fire´ und der kitschfreie Herzschmerz-Song ´Hide´. Falsch liegt ihr hier aber bei keinem Stück - gelungener Erstling. Alexandra Michels 7,5 Airbourne sind unnötig wie ein Kropf und dabei vermutlich die erfolgreichste oder zumindest bekannteste AC/DC-Kopie, doch der Witz wird nicht besser, wenn ihn Dorffest-Coverkapellen oder eben ein Haufen maltesischer „Jungs“ (egal, wie spät geboren, UPPER LIP sehen alt aus) weitererzählen. Die Band klaut zudem nicht gut, wie Alex behauptet, sondern dummdreist, und schlägt sich dabei tatsächlich nur ganz knapp achtbarer aus der Affäre als die besagten Tribut-Acts, die wenigstens gar nicht erst versuchen, eigenständig daherzukommen, indem sie - so hier geschehen - Versatzstücke aus dem Repertoire ihrer Idole neu kombinieren. Unabhängig davon wird „Deep Within“ allein schon deshalb auf keinem Plattenteller heißlaufen, weil das Label kein Vinyl spendiert. Andreas Schiffmann 4,5

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