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REVIEW 7.0 23.11.2022

(Album, RH 426, 2022)

LEATHERWOLF - Kill The Hunted

Besetzungswechsel haben die Karriere von LEATHERWOLF zwar schon immer begleitet, aber die 2019 erfolgte Trennung von Sänger/Gitarrist Michael Olivieri war dennoch ein Schlag, der Spuren hinterlassen hat. Der charismatische Sunnyboy war schließlich Stimme und Aushängeschild gleichermaßen und hat den Bandsound mit seinem außergewöhnlichen Melodiegespür maßgeblich geprägt. Drummer Dean Roberts ist als Gründungsmitglied zwar noch übrig, und Gitarrist Geoff Gayer ist wieder zurückgekehrt, aber der alte LEATHERWOLF-Spirit will sich beim Hören von „Kill The Hunted“ nur bedingt einstellen - am ehesten noch beim getragenen ´(Evil) Empires Fall´, ´Enslaved´ und dem Refrain von ´Lights Out Agan´ (sic!), deren melancholisch angehauchte Chöre zumindest ein Trademark hinüberretten. Ansonsten ist das mitunter konstruiert wirkende Songmaterial rhythmisch viel zu hektisch, um die majestätische Ausstrahlung der alten Hits zu vermitteln, und die spielerisch durchaus anspruchsvollen Soli lassen oft das nötige Gefühl vermissen - insgesamt einfach zu viel Kopf und zu wenig Bauch. Der neue Frontmann Keith Adamiak kann isoliert betrachtet als Power-Metal-Sänger durchaus überzeugen, aber seiner Stimme fehlen die Wärme und der Wiedererkennungswert Michael Olivieris. Diese ganze Kritik beruht natürlich vorrangig auf dem Vermächtnis, das der Bandname und seine Historie mit sich bringt. Auch wenn ich „Kill The Hunted“ als neues LEATHERWOLF-Album enttäuschend finde, ist es für sich gesehen eine solide US-Metal-Scheibe, die mit den bereits genannten Stücken sowie ´Only The Wicked´ und ´Madhouse´ hörenswerte Songs bietet.

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