Review

Reviews 9.5
Hard Rock Progressive

A-Z

A-Z

Label: Metal Blade/Sony
Dauer: 50:45
Erscheinungsdatum: 12.08.22
Ausgabe: RH 422

Nichts gegen die neue Journey, ganz und gar nicht, aber den größten melodischen Hardrock-Vogel schießen diesen Monat (dieses Jahr?) Mark Zonder und Ray Alder ab. Zusammen mit Bassist Philip Bynoe (u.a. Steve Vai), Gitarrist Joop Wolters und Keyboarder Vivien Lalu haben die beiden (ehemaligen) Fates-Warning-Kompagnons ein Debütalbum am Start, das nicht nur die jüngste Gabe der AOR-Götter übertrifft, sondern auch das letzte, nur gute Fates-Warning-Album „Long Day Good Night“ klar hinter sich lässt. Filigran-Drummer und Chefkomponist Zonder hat es in den elf Songs geschafft, das Beste aus beiden Welten unter einen Hut zu bekommen: Hooks zum Niederknien und eine unterschwellige rhythmische Komplexität, die Langzeitwirkung garantiert. Journey auf Steroiden quasi. Oder Jim Matheos im Land des Lächelns. Einzelne Hits aufzuzählen, erübrigt sich ob der überwältigenden Fülle an Premium-Melodiebögen, einzig die Fade-out-Enden von ´Stranded´ und ´At The Waters Edge´ sorgen für den halben Punkt Abzug, der das Album von der Höchstnote trennt. Beim nächsten Mal dann.

Autor:
Ludwig Krammer

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