Review

Reviews 9.0
Speed Metal

AGENT STEEL

No Other Godz Before Me

Label: Cherry Red/Rough Trade
Dauer: 40:35
Erscheinungsdatum: 19.03.21
Ausgabe: RH 406

Gar nicht so einfach. Wie nähert man sich einem Album der „neuen“, der wahrhaftigen (?) AGENT STEEL? Ganz offensichtlich besitzt John Cyriis wieder die alleinigen Namensrechte. Und John Cyriis lässt sich nur an sich selbst messen. Gesanglich zählte dieser mal zu den ganz Großen, manche haben ihn auf einer Stufe mit Halford, Dickinson und King Diamond gesehen. Und tatsächlich zeigt Cyriis bereits mit dem aufs Intro folgenden ´Crypts Of Galactic Damnation´, welche Kapriolen er mit seiner Stimme noch immer zu schlagen in der Lage ist. Das ist richtig over the top. Ganz weit draußen. Derartigen Stoff kann man nur hassen oder lieben! Aber auch angesichts der intergalaktischen Ausrichtung des neuen Materials präsentieren sich die Songs äußerst eingängig, womit stilistisch eine Verbindung zum Frühwerk hergestellt wird. Die Gitarrenarbeit auf Stücken wie ´The Devil´s Greatest Trick´ ist ebenfalls nicht von dieser Welt. Und das ganz ohne Juan Garcia (oder Bernie Versailles). Beim nicht ganz so furiosen ´Trespassers´ geht´s zur Abwechslung mal um Kornkreise. Das Beste hat man sich allerdings bis zum Schluss aufgehoben: ´Outer Space Connection´ ist das Sahnehäubchen auf der Torte - bevor Cyriis mit ´Entrance To Afron-V´ der Erde wieder den Rücken kehrt. AGENT STEEL haben mit „No Other Godz Before Me“ die Messlatte enorm hoch gelegt!

Autor:
Matthias Mader
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