Review

Reviews 8.5
Death Metal

ASPHYX

Necrocerus

Label: Century Media/Sony
Dauer: 50:16
Erscheinungsdatum: 22.01.21
Ausgabe: RH 404

Seit 28 Jahren haben ASPHYX keine zwei Alben hintereinander im selben Line-up eingespielt. Das ist bemerkenswert und spielt auf dem zehnten Longplayer „Necrocerus“ eine bedeutende Rolle. Martin Van Drunen, Paul Baayens, Alwin Zuur und Stefan „Husky“ Hüskens spielen nun seit mehr als sechs Jahren zusammen und klingen mittlerweile wie ein hochgetunter, bestens geölter Kampfpanzer. Der Eröffnungsdoppelschlag mit dem Voll-auf-die-Zwölf-Opener ´The Sole Cure Is Death´ und dem Bolt-Thrower-Kniefall ´Molten Black Earth´ gibt die Marschrichtung vor: Death Metal, wie er im Buche steht, gnadenlos effektiv und tight wie der berühmt-berüchtigte Entenarsch. Dass der Doom-Faktor im Vergleich zum Vorgänger „Incoming Death“ angehoben wurde, ist für den Abwechslungsreichtum der Scheibe förderlich, denn kein Song gleicht dem anderen, und so gibt es neben mörderischen Uptempo-Granaten (´Botox Implosion´) auch jede Menge düster dahinkriechendes Liedgut (´Necrocerus´) oder sogar Hymnisches (´The Nameless Elite´). Die Riff-Trefferquote von Axtmeister Paul ist schwindelerregend hoch, Van Drunen kreischt und bellt wie in jungen Jahren, und Husky klöppelt jedes noch so kleine Soundloch erbarmungslos zu. „Necrocerus“ dürfte es ohne Zweifel ganz hoch in viele Death-Metal-Jahresplaylisten schaffen, das kann man bereits im Januar sagen. Grandios!

Autor:
Patrick Schmidt
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