Review

Reviews 8.0

BEHEMOTH

I Loved You At Your Darkest

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 47:04
Ausgabe: RH 377

Polens Dunkel-Metal-Institution auf dem Weg an die Spitze! Ohne in die Kitschfalle zu stolpern oder zu vehement am Brutalitätslevel zu sparen, designt Mastermind Nergal BEHEMOTH 2018 stromlinienförmiger, kompakter, zugänglicher, weniger widerborstig und erschafft dadurch einen Arena-Black-Metal, der sich seine Ernsthaftigkeit bewahrt und nie zum Geisterbahn-Mummenschanz wird. Nergal lässt sein inzwischen elftes Album gelegentlich äußerst geschmeidig im harten (guten!) Goth wildern. Dieses Faible hat der BEHEMOTH-Boss schon lange, setzt es jedoch konsequenter denn je um. Vielleicht hat sein basisches Dark-Folk-Projekt Me And That Man weitere Hemmschwellen niedergerungen und dem AC/DC-Fan gezeigt, dass es keine Schande ist, wenn eine Komposition nicht erst nach dem x-ten Durchlauf im Ohr hängen bleibt. Inhaltlich wird bei BEHEMOTH hingegen nach wie vor angeeckt. Die Provokationsmesslatte der Band liegt bekanntermaßen hoch. Aber Nergal findet immer einen Weg. Wenn alles „Böse“ weitgehend ausgereizt ist (´God=Dog´ ist echt nicht so dolle), packt er das Wort „Liebe“ in den (wunderbaren!) Albumtitel. Teile der alten Fanbase wird das Entsetzen packen, zugleich werden viele Menschen, die diesen Satz als Bibelzitat erkennen, die nächste Blasphemieklage einreichen. Nergal hat also alles richtig gemacht.


DISKOGRAFIE

Sventevith (Storming Near The Baltic) (1995)
Grom (1996)
Pandemonic Incantations (1998)
Satanica (1999)
Thelema.6 (2000)
Zos Kia Cultus (Here And Beyond) (2002)
Demigod (2004)
The Apostasy (2007)
Evangelion (2009)
The Satanist (2014)
I Loved You At Your Darkest (2018)

LINE-UP


Nergal (v./g.)
Orion (b.)
Inferno (dr.)

DIE PATEN

Wer auf folgende Acts steht, dürfte auch „I Loved You At Your Darkest“ in sein dunkles Herz schließen:

Watain * Marduk * Morbid Angel * Bölzer * Satyricon * Triptykon * Emperor * Dimmu Borgir * Secrets Of The Moon * Melechesh * Belphegor * Dark Funeral * Absu * Dark Fortress * Master´s Hammer

Autor:
Jan Jaedike
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