Review

Reviews 6.0
Black Metal Death Metal

CADAVER

Edder & Bile

Label: Nuclear Blast/Rough Trade
Dauer: 31:25
Erscheinungsdatum: 27.11.2020
Ausgabe: RH 402

Keine Frage, es handelt sich bei Anders „Neddo“ Odden (Order, Satyricon) und Dirk Verbeuren (Megadeth, Devin Townsend, ex-Testament) um namhafte Künstler, die an anderen Stellen bekanntermaßen tolle Arbeit leisten oder geleistet haben. Auch CADAVERs mittlerweile 16 Jahre alter Vorgänger „Necrosis“ (damals noch mit Aura Noirs Apollyon am Mikro) konnte sich nicht nur hören lassen, sondern bestach mit einer unbändigen, den Hörer fesselnden Aggression und einer Portion Old-School-Black-Death, die zwischendurch völlig abgefuckte Richtungen annahm. Kurz gesagt: Der Name war Programm. „Edder & Bile“ wirkt dagegen wie oft gehörter, kantenloser und moderner Black-Death, gehüllt in eine ultrafette Produktion (dieser Drumsound...), in der selbst eine der weltweit geilsten Death-Metal-Stimmen (in diesem Fall Jeff Becerra in ´Circle Of Morbitity´) ungewohnt sauber klingt. Es gibt ein paar coole Schlenker (Melodien wie im Mittelteil von ´Circle Of Morbitity´), und auch rein „formal“ ist „Edder & Bile“ keine schlechte Platte; sie beugt sich allerdings viel zu sehr den standardisierten und modernen Trends und öffnet so vielleicht die Tür zum Massenmarkt, aber nicht mehr das Herz des OSDM-Maniacs.

Autor:
Mandy Malon
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