Review

Reviews 8.5
Modern Metal Gothic Metal

EISBRECHER

Liebe macht Monster

Label: RCA/Sony
Dauer: 56:24
Erscheinungsdatum: 12.03.2021
Ausgabe: RH 407

EISBRECHER-Kapitän Alex hat seinerzeit den deutschen Pokémon-Rap eingesungen. Auch dass Clawfinger 2017 als Support fungierten, war alles andere als ein Zufall, zählen sie doch neben Rage Against The Machine zu den Hauptinspirationen des Frontmanns. Dieser Hintergrund erklärt den frischen Wind, der den EISBRECHER anno 2021 mächtig anschiebt. Songs wie die fette erste Single ´FAKK´, der wütende ´Systemsprenger´ und das Aggro-Duett mit Oomph!-Dero namens ´Dagegen´ hauen nämlich mit der dicken Faust ins Mett und wecken mit packendem Rhymeflow, wuchtigen Groove-Riffs, smarten Elektro-Sounds sowie cleverer Dynamik Erinnerungen an die großen Crossover/Nu-Metal-Acts der Neunziger. Dabei gilt: So retro der Sound ist, so aktuell sind die engagierten Themen der gewohnt wortgewandten Texte („Ich denke, also bin ich... dagegen!“). Neben diesem zwar latent immer schon vorhandenen, aber erst jetzt richtig ausgebrochenen Einfluss fühlen sich die Bayern nach wie vor natürlich auch bei der Neuen Deutschen Härte pudelwohl und liefern mit ´Es lohnt sich nicht ein Mensch zu sein´, ´Frommer Mann´ sowie dem Titelstück hilfreiches Methadon für Rammstein-Süchtige. Zur Abrundung gibt es noch die gewohnten Schlenker in poppige Goth-Rock-Gefilde wie die Single ´Im Guten im Bösen´. „Liebe macht Monster“ ist somit ein enorm abwechslungsreiches Album, dessen mutige Weiterentwicklung für neue Impulse sorgt.

Autor:
Marcus Schleutermann
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