Review

Reviews 9.0
Black Metal Death Metal

GRAVE MIASMA

Abyss Of Wrathful Deities

Label: Sepulchral Voice/Soulfood
Dauer: 52:48
Erscheinungsdatum: 14.05.21
Ausgabe: RH 408

Minder inspirierte Reiter der Apokalypse haben den Okkult-Death etwas zuschanden geritten, doch „Odori Sepulcrorum“, das nun so viele Jahre her ist, wie der Oktopus schädelknackende Tentakel hat, strahlt immer noch nach. Klang GRAVE MIASMAs Album-Debüt schaurig-schön nach Böcklins Toteninsel unter rituellem Katapultbeschuss, versuchten sich die Londoner mit ihrer unspektakulären 2016er EP an zugänglicheren Songstrukturen. Mit „Abyss Of Wrathful Deities“ gelingt ihnen das weit besser. Es ist weniger doomig als das Debüt, geschliffener, breitet sich offensiver, mitunter grell vor einem aus, doch selbst Kraftmeiereien nach US-Manier fügen sich bestens ein in ein angriffslustiges und zugleich beseeltes, mythisch-obskures Werk, bei dem der Angstschweiß der Nachbarn von der Decke tropft. Nicht allein die hexerhaften Vocals verbreiten Black-Metal-Vibes, der nie abebbende Katakombenhall ist schwindelerregend, und wenn sich ´Guardians Of Death´ oder ´Ancestral Waters´ ins Gravitätische aufschwingen, ist es eine Macht.

Autor:
Gregor Olm
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