Review

Reviews 7.0
Black Metal

HARAKIRI FOR THE SKY

Mære

Label: AOP/Edel
Dauer: 74:38
Erscheinungsdatum: 29.01.21
Ausgabe: RH 404

Hypothese: Halb so lang wäre „Mære“ ein Knaller, wohingegen die neue HARAKIRI FOR THE SKY-Scheibe in dieser Form etwas Halbseidenes an sich hat. Das Duo besitzt ein Händchen für mitreißende Melodien, die sich aber selten in den reichlich vorhandenen Rasereien entfalten. Das Blastbeat-Gerödel mutet sogar fast einfallslos an, wenn man sich die vielen Ideen vor Augen hält, die nicht vom sogenannten Post Black Metal inspiriert wurden. Spätestens jetzt müsste den Österreichern einleuchten, dass sie in letzter Konsequenz genau dann am stärksten sind, wenn sie sich ihren offensichtlichen Vorbildern Alcest ähnlich (deren Frontmann Stéphane einen in geradezu albernem Maß an seine eigene Band erinnernden Part singt) in rockigem Tempo vor luftigerer Klangkulisse austoben. Beim nächsten Mal dann also vielleicht der große Wurf? (Ich finde, „Mære“ ist zumindest bereits ein beeindruckend homogen geratener mittelgroßer Wurf! - bk)

Autor:
Andreas Schiffmann
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