Review

Reviews 8.5
Alternative Speed Metal

JESTRESS

Wastelands

Label: About Us/Zebralution
Dauer: 14:50
Erscheinungsdatum: 11.06.2021
Ausgabe: RH 411

JESTRESS sind ein erfrischend inspirierter Newcomer, der es tatsächlich bereits mit seiner Debüt-EP schafft, einen neuen Impuls zu setzen. Die Wiener spielen harten, modernen Metal, der ungeachtet seiner Komplexität enorm atmosphärisch klingt, wofür nicht zuletzt die Verwendung einer Geige sorgt, die unter die thrashigen Riffs organische Soundteppiche legt. Als Einflüsse führt das Quartett u.a. Gojira, Soilwork, At The Gates und Slipknot auf, mir kommen als Anhaltspunkte überdies noch Coroner und Warrior Soul in den Sinn. Auch wenn die Vocals mitunter in Growls und Screams abdriften, sind sie stets kontrolliert und mit teils zweistimmigen, gut gesungenen Melodien mehrheitsfähig - vor allem der Titeltrack ist ein Hit! Die hohe Qualität überrascht nicht, denn hinter JESTRESS verbergen sich keine Unbekannten: Frontmann Daniel Fellner ist Produzent und Gitarrist des schwarzhumorigen Erfolgs-Duos Seiler und Speer, Geigerin Antonia-Alexa Georgiew gehörte fünf Jahre lang zur Russkaja-Besetzung, Drummer Chris Garbner sitzt bei den Death-Thrashern Artas am Kit, und Bassist Axel One spielt nicht nur bei We Butter The Bread With Butter, sondern mischt mit „Berlin Metal TV“ auch noch YouTube auf. Und noch mehr Namedropping: Für den Mix von „Wastelands“ war kein Geringerer als Tue Madsen (u.a. Meshuggah) zuständig. JESTRESS sollte man auf dem Schirm haben!

Autor:
Marcus Schleutermann
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