Review

Reviews 7.0
Heavy Metal Progressive

KENZINER

Phoenix

Label: Pure Steel/Soulfood
Dauer: 42:29
Erscheinungsdatum: 26.06.2020
Ausgabe: RH 398

Beim Blick auf den Waschzettel der Plattenfirma muss man fast zwangsweise kurz kichern: „Sie gehörten bereits in den neunziger Jahren zur Speerspitze des Heavy Metal“, wird das Schreiben eingeleitet. Ach so, alles klar, das muss nur irgendwie an der Welt vorbeigegangen sein. Haben sich die Finnen also tatsächlich an ihren ersten beiden Platten so dumm und dämlich verdient, dass sie es sich problemlos leisten konnten, im Anschluss fast anderthalb Dekaden lang von der Bildfläche zu verschwinden? Oder besser: DER Finne, denn von der damaligen Besetzung ist inzwischen nur noch Gitarrist Jarno Keskinen übrig. Na ja, geschenkt. Letzten Endes kommt´s schließlich auf die Musik an und nicht auf das, was die Promo-Abteilung des Labels von sich gibt - und da darf dann im Falle von „Phoenix“ Entwarnung gegeben werden. Die fünf Burschen spielen skandinavisch geprägten Power Metal mit Neoklassik-Einschlag, der ein Stück weit an die Musik ihrer Landsmänner von Stratovarius oder auch an Royal Hunt erinnert. Frontmann Peter „Zinny“ Zaleski verfügt über eine angenehme, nicht zu hohe Stimme, die Gitarren-Fraktion spielt (wie in diesem Genre leider nicht immer selbstverständlich) weitgehend songdienlich. Insgesamt eine ordentliche Platte, die das Rad allerdings nicht neu erfindet. Zur Speerspitzen-Position langt´s mit der neuen Platte also leider nicht ganz.

Autor:
Jens Peters
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