Review

Reviews 9.0
Death Metal

OBITUARY

Dying Of Everything

Label: Relapse/Membran
Dauer: 44:57
Erscheinungsdatum: 13.01.23
Ausgabe: RH 427

Nach dem Rauswurf des mittlerweile verstorbenen Ralph Santolla (g.) sind OBITUARY live wieder eine Macht. Und auch die letzten beiden Scheiben „Inked In Blood“ (2014) und „Obituary“ (2017) klangen frisch und motiviert. Nun schalten die Amis mit „Dying Of Everything“ noch mal einen Gang höher. Die Songs klingen zugleich relaxter und brutaler. Die lange Entstehungsphase hat offenbar dazu geführt, dass wirklich nur Premium-Riffs und -Grooves verwendet wurden. Auch an der Produktion hat die Band weiter gefeilt. Das Schlagzeug hat mehr Raum, und nie klangen die Gitarren so fett. Dass ´Wrong Time´ mit seinem supereingängigen Hauptriff als erste Single ausgekoppelt wurde, ist logisch. Doch im Grunde genommen würde sich auch jeder der zehn anderen Tracks eignen, die Platte zu repräsentieren. „Dying Of Everything“ besticht mit abgeklärter Härte und einer unterschwelligen Boshaftigkeit, die auf den Vorgängern nicht immer vorhanden war.

Autor:
Sebastian Schilling

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