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PARADISE LOST

Symphony For The Lost

Ausgabe: RH 343

Century Media/Sony (79:04 + DVD)
PARADISE LOST live mit Orchester, da dürften die meisten erst mal die Nase rümpfen. Mir ging´s nicht anders, denn die meisten Orchester-Projekte von Metalbands fördern ja höchstens nur noch Kitsch-Versionen einst großartiger Songs zutage. Im bulgarischen Plovdiv hat sich allerdings der Dirigent Levon Manukyan der Aufgabe angenommen, in einem Amphitheater Metalsongs mit einem engagierten Orchester umzusetzen. Zuletzt traten Opeth in diesem Rahmen auf. PARADISE LOST machen nicht den Fehler, sich eine Greatest-Hits-Setlist neu vertonen zu lassen, sondern suchen gezielt nach Titeln mit einem dramatischen Touch. Fündig wurde man bei ´Tragic Idol´, ´Last Regret´, ´Your Own Reality´, ´Over The Madness´, ´Joys Of Emptiness´, ´Victim Of The Past´, ´Soul Courageous´ und ´Gothic´. ´Joys Of Emptiness´ wirkt etwas überladen, ansonsten kommen sich Orchester und Band kaum in die Quere. PARADISE LOST klingen gewohnt kraftvoll, und ein Live-Orchester ist nun mal lebendiger als die Keyboards und Samples der dazugehörigen Alben. Dafür muss man bei Nick Holmes, der ein exzellenter Songwriter und Studio-Sänger ist, die gewohnten Abstriche in der Live-Performance machen. Er schlägt sich passabel, erzeugt aber keine Gänsehaut, die einem solchen Projekt die Krone aufsetzt. Eine Veröffentlichung für Fans mit drei Bonustracks aus dem zweiten Set ohne Orchesterunterstützung.

Autor:
Holger Stratmann
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