Review

Reviews 8.5

POVERTY´S NO CRIME

Slave To The Mind

Ausgabe: RH 146

Irgendwie war ich in der Vergangenheit immer etwas enttäuscht, wenn POVERTY'S NO CRIME ein Album veröffentlichten. Lag wahrscheinlich daran, daß die beiden Demos der Band ("My Favourite Delusion", "Perfect Wings") Anfang der Neunziger zusammen mit Soul Cages Maßstäbe im nationalen Underground gesetzt haben. Insofern waren die Erwartungen immer sehr groß und konnten in meinen Augen weder auf "Symbiosis" noch auf "Autumn Years" erfüllt werden. Doch mit "Slave To The Mind" wird alles anders: Bereits der auf unserer "Unerhört"-CD verewigte Opener 'Access Denied' ließ erahnen, daß man auf Album Nummer drei in der Lage sein würde, seine Stärken zu kompensieren. Und dieser Ausnahmetrack sollte nicht der einzige Knaller bleiben. Hört man sich z.B. 'A Matter Of Mind' oder 'Wind And Light' an, kann man nur zu der Ansicht kommen, daß es die Norddeutschen geschafft haben, alles Überflüssige über Bord zu werfen. "Slave To The Mind" wird von progressiven Melodic Metal-Tracks beherrscht, die die Herkunft der Band zwar erahnen lassen, im Endeffekt aber völlig eigenständig tönen. Definitiv eins der Monats-Highlights und beinahe der Anschluß an die in ihrem Bereich unübertroffenen Vanden Plas.

Autor:
Boris Kaiser
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