Review

Reviews 9.0
Heavy Metal Speed Metal

RAGE

Resurrection Day

Label: Steamhammer/SPV
Dauer: 50:11
Erscheinungsdatum: 17.09.21
Ausgabe: RH 411

RAGE sind zwar seit jeher ein Garant für qualitativ hochwertige Outputs, aber es war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass der 26. Longplayer „Resurrection Day“ den umjubelten Vorgänger „Wings Of Rage“ zu toppen vermag. Zumal ein Wechsel im Line-up zu verzeichnen ist: Für Gitarrist Marcos Rodriguez kamen Stefan Weber und Jean Bormann in die Band, die erstmals seit den Neunzigern wieder für doppelte Gitarren-Power bei RAGE sorgen. Ihr Engagement macht sich nicht nur durch eine breitere Gitarrenwand bezahlt. Die beiden konnten sich auch mit zahlreichen Ideen ins Songwriting einbringen und sorgen unter der Ägide von RAGE-Kopf Peavy Wagner dafür, dass „Resurrection Day“ sich durch die RAGE-typische stilistische Bandbreite auszeichnet, gleichzeitig aber extrem homogen klingt. Schon das eröffnende Titelstück verbindet thrashige Klänge mit Orchester-Arrangements, während bei der ersten Single ´Virginity´ meisterhaft moderne Grooves mit einem hymnischen Refrain verstrickt werden. ´Monetary Gods´ wandert hingegen auf den Pfaden von ´Straight To Hell´, bietet aber den besseren Chorus. Die unter die Haut gehende Ballade ´Black Room´ toppt sogar alles, was RAGE in den letzten Jahren an ruhigeren Nummern veröffentlicht haben. Der einzige Track, der stilistisch etwas aus dem Rahmen fällt, ist das vom Renaissance-Komponisten Giorgio Mainero inspirierte ´Traveling Through Time´, das auf den ersten Hör etwas nach generischem Mittelalter-Metal klingt, auf Dauer aber seinen ganz eigenen Charme versprüht. Und ganz am Ende steht mit ´Extinction Overkill´ noch ein echter Killer-Track mit Thrash-Schlagseite.

RAGE wurden zwar nie beerdigt, aber mit so einem starken Album feiert man gern den „Resurrection Day“!

Autor:
Ronny Bittner
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