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SODOM

Sacred Warpath

Ausgabe: RH 332

Steamhammer/SPV (19:15)
Pünktlich zur Tour im Vorprogramm von Arch Enemy und Kreator geben SODOM auch auf Platte ein Lebenszeichen von sich. Zumindest ein kleines: Die „Sacred Warpath"-EP enthält mit dem Titelstück einen Vorgeschmack aufs nächste Album sowie drei auf der letzten Deutschland-Tour mitgeschnittene Livesongs. Beim Studiotrack lässt sich eine leichte Kurskorrektur feststellen, klingt die Nummer besonders vom Sound her doch wieder deutlich old-schooliger, überrascht im Mittelteil aber auch mit Akustikgitarren. Die Livesongs (´Surfin´ Bird/The Saw Is The Law´, ´Stigmatized´ und ´City Of God´) haben einen guten Sound und zeigen, dass die Band auch live mit dem 2010 angeheuerten Drummer Markus „Makka" Freiwald funktioniert. „Sacred Warpath" erscheint als CD im Jewel Case und auf tausend Einheiten limitierte 10".

3 Fragen an SODOM-Fronter Tom Angelripper:

Tom, wie weit ist das Songwriting fürs nächste Album fortgeschritten, und wann können wir mit der Veröffentlichung rechnen?

»Wir wollen Ende 2015 veröffentlichen, lassen uns allerdings nicht unter Druck setzen. Vier Titel sind so weit geschrieben, obwohl wir mit einem gewissen Abstand immer noch mal Hand anlegen und einiges umstricken. In erster Linie müssen wir selbst damit glücklich sein. Aber wir wissen auch, was unsere Fans von uns erwarten.«

Welche Ereignisse haben dich konkret zum Text von ´Sacred Warpath´ beeinflusst?

»Ich bin total schockiert, was momentan auf unserer Welt abgeht. Ich glaube, dass sich - nicht nur - die Ukraine-Krise zu einem Flächenbrand ausdehnt, und was dann am Ende passiert, kann sich jeder vorstellen. Die konsequente Missachtung von Friedensbemühungen, Menschenrechten, Religions- und Meinungsfreiheit sowie der Souveränität von Staaten gerät zum politischen Kalkül und macht mir Angst. Ich habe versucht, das in diesem Text zu verarbeiten.«

Der neue Song klingt vom Sound her - besonders durch den Einsatz von mehr Hall - noch etwas old-schooliger als das letzte Album. Absicht oder Zufall?

»Es sind einige Faktoren mehr, die den Titel anders klingen lassen, und es ist der richtige Weg. SODOM müssen räudiger, erdiger, böser und authentischer klingen als jemals zuvor. Da kommen dann auch so altmodische Zutaten wie Hall, Echos, ein knarziger Bass-Sound oder Roto-Toms zum Einsatz. Mal ganz abgesehen von meiner Stimme, die einen wieder zurück in die Achtziger katapultiert. Ich glaube, dass das neue Soundgewand der Band gut zu Gesicht steht.« (rb)

Autor:
Ronny Bittner
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