Review

Reviews 7.5
Classic Rock Hard Rock

THUNDERMOTHER

Thundermother

Label: Despotz/Cargo
Dauer: 38:33
Erscheinungsdatum: 23.02.2018
Ausgabe: RH 372

Die personelle Rundumerneuerung hat der inzwischen auf Quartettgröße geschrumpften Band nicht wirklich geschadet, so viel wird bereits beim ersten Durchlauf des inzwischen dritten THUNDERMOTHER-Albums klar. Filippa Nässil, die bei den Damen den musikalischen Kurs vorgibt, hält das Quartett auch weiterhin auf Spur, soll heißen: widmet sich mit Hingabe der AC/DC-Heldenverehrung, und sie hat in letzter Zeit vermutlich auch ein wenig Airbourne gehört. Wobei sich die O'Keeffe-Bürder ja ihrerseits auch unüberhörbar dem Erbe des Young-Clans verpflichtet fühlen, aber lassen wir das. „Thundermother“ profitiert im direkten Vergleich mit dem Vorgängeralbum deutlich von der prägnanten Stimmfarbe der Neu-Frontfrau Guernica Mancini (schon der Name ist Musik...), die es mühelos schafft, Uptempo-Nummern wie 'Whatever', Groover wie 'The Original Sin' oder einen Rotz-Rocker wie 'Quitter' genauso eindringlich zu interpretieren wie die Powerballade 'Fire In The Rain', einer warmen Produktion und reduzierten, aber eben nie einfallslos wirkenden Riff-Rockern. Weniger ist manchmal mehr? Im Falle von „Thundermother“ auf jeden Fall.

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