Review

Reviews 6.5
Heavy Metal

TYSONDOG

Midnight

Label: From The Vaults/SPV
Dauer: 39:09
Erscheinungsdatum: 29.04.2022
Ausgabe: RH 419

Mitte der Achtziger waren TYSONDOG fester Bestandteil der im Nordosten Englands beheimateten „NENWOBHM“, die im Vergleich zur Hauptbewegung ein wenig härter zur Sache ging (siehe auch Blitzkrieg, Satan, Venom, Warfare) und als Vorreiter des Speed- und Thrash Metal gilt. Nach zwei Alben und zwei EPs war 1987 für die Gründungsbesetzung schon wieder Schicht im Schacht. Erst 2012 gelang eine nachhaltige Reunion, der auch neue Tonträger (und Live-Auftritte) folgten. Auf dem aktuellen Album „Midnight“ sind mit Kev Wynn am Bass, Paul Burdis an der Gitarre und Shouter Clutch Carruthers drei Originalmitglieder mit von der Partie. Deutlich hörbar bemühen sich TYSONDOG auf ´Batallion´ oder ´Hellbound´, an ihren klassischen Stil anzuknüpfen, also relativ flotten, schnörkellosen Heavy Metal traditioneller Spielart. Auf der anderen Seite geht man bei ´Midnight´ oder ´Waiting For God´ allerdings wesentlich verhaltener zur Sache. Carruthers´ Stimme ist zwar deutlich gealtert, besitzt aber immer noch einen recht hohen Wiedererkennungswert. Das große Manko von „Midnight“ ist die unausgewogene, scheppernde Wohnzimmer-Digital-Produktion. Am Songmaterial an sich gibt´s wenig auszusetzen, auch wenn die ganz großen Highlights fehlen. TYSONDOG bewegen sich zwar nicht auf der Höhe aktueller Blitzkrieg, allerdings auch nicht Ligen darunter.

Autor:
Matthias Mader

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