Review

Reviews 9
Black Metal Death Metal

UNANIMATED

Victory In Blood

Label: Century Media/Sony
Dauer: 47:03
Erscheinungsdatum: 03.12.2021
Ausgabe: RH 415

UNANIMATED haben es noch nie eilig gehabt, und so hat es auch diesmal zwölf Jahre gedauert, bis der „In The Light Of Darkness“-Nachfolger eingetütet war. Die schwedischen Melodic-Death/Black-Metal-Pioniere um Dismember-Bassist Richard Cabeza haben mit „Victory In Blood“ ein ambitioniertes, mitreißendes Album produziert, das den Geist der frühen schwedischen Death/Black-Szene atmet. Dabei klingt man wie erwartet weniger nach Entombed oder Dismember, sondern viel mehr nach Dissection oder Necrophobic. Wobei, Cabeza und UNANIMATED beanspruchen für sich, diesen Sound noch vor Dissection & Co. entwickelt zu haben, und diese Haltung ist auch durchaus legitim. Der Titelsong des vierten UNANIMATED-Longplayers eröffnet in furioser Manier und zieht den Hörer mit einem Weltklasse-Riff sofort in den Bann. Das Quintett kennt kein Erbarmen und fegt wie ein Orkan durch das von Unleashed-Gitarrist Fredrik Folkare produzierte Album, wobei man trotz aller schwarzer Raserei immer wieder melodische Ankerpunkte setzt. 'Seven Mouths Of Madness' ist ein ähnlich brutaler Fetzer wie der Titelsong, für mehr Epik sorgen die erste Singleauskopplung 'As The Night Takes Us' oder die abschließende Midtempo-Hymne 'The Poetry Of The Scared Earth'. Der „Hit“ des Albums hört aber auf den Namen 'The Devil Rides Out'; besser kann man diese Art von Metal nicht umsetzen, hier stimmt einfach alles. UNANIMATED sind zurück - und das mit einem Album, das Sucht- und Klassiker-Potenzial offenbart!

Autor:
Patrick Schmidt
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