Review

Reviews 9
Black Metal

WATAIN

The Agony & Ecstasy Of Watain

Label: Nuclear Blast/Rough Trade
Dauer: 48:08
Erscheinungsdatum: 29.04.2022
Ausgabe: RH 419

WATAIN hatten nie vor, sich oder ihr Kunstwerk künstlich klein zu halten, zumal ihr Weg von u.a. Season Of Mist über Century Media zu Nuclear Blast sehr natürlich wirkt und das Produkt harter, langjähriger Arbeit und Hingabe ist. Der neue Plattendeal hat auch erwartungsgemäß nicht dazu geführt, dass WATAIN sich musikalisch zu Gunsten irgendeiner Kommerzialität beschränken oder verändern, gegenteilig erscheint „The Agony & Ecstasy Of Watain“ eher wie ein Manifest ihres gesamten, knapp 25-jährigen Schaffensprozesses. So eröffnen die Schweden um Erik Danielsson ihr siebtes Studioalbum mit einem Track, der die klassisch-rohe, furiose Brachialität und die sich überschlagende Explosivität der Band einfängt, ehe ´The Howling´ qualitativ und stilistisch auf „Lawless Darkness“, einem der besten Black-Metal-Alben überhaupt, auftauchen könnte. Andererseits schließt die urfinstere, Gänsehaut bereitende Ballade ´We Remain´, bei der auch Farida Lemouchi von The Devil´s Blood und Gottfrid Åhman von In Solitude mitwirken, ein wenig an die „The Wild Hunt“-Ära an und repräsentiert die ekstatisch-spirituelle Seite WATAINs. Die Band nutzt also das gesamte künstlerische Spektrum des puristischen Black Metal und beweist ein weiteres Mal, dass sie in ihrer ganz eigenen Klasse spielt.

Autor:
Mandy Malon

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