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REVIEW 28.07.2021, 08:00

(Album, RH 410, 2021)

MARTA GABRIEL - Metal Queens

Crystal-Viper-Frontfrau MARTA GABRIEL hat elf Songs ausgesucht, die ursprünglich von Bands mit Sängerinnen stammen, und für „Metal Queens“ gecovert. Die Bandbreite reicht von bekannten Nummern wie - logo! - ´Metal Queen´ von Lee Aaron bis zu Insiderstoff wie ´Reencarnacion´ der Spanier:innen Santa. Härtetechnisch ist von NWOBHM-lastigem Heavy Rock wie Rock Goddess über den durchgedrehten Speed von Acid bis zu einer kleinen angepunkten Widerwärtigkeit von Wendy O. Williams alles dabei. Bei ihrer Interpretation orientiert Marta sich stets am Original, dem sie teilweise erstaunlich nahe kommt. Lediglich bei ´Count Your Blessings´ von Malteze zieht sie eindeutig den Kürzeren. Dennoch ist „Metal Queens“ durchweg amtlich ausgefallen. 3 Fragen an MARTA GABRIEL: Marta, warum hast du dieses Coveralbum aufgenommen? Hängt es damit zusammen, dass du wegen Corona mit deiner Band Crystal Viper nach dem letzten, im Januar erschienenen Album „The Cult“ nichts machen konntest? »Ich wusste schon immer, dass ich früher oder später ein Soloalbum machen werde, aber „Metal Queens“ war eine sehr spontane Idee. Es dauerte gerade mal drei bis vier Monate von der ursprünglichen Idee und der Liste der Songs, die ich gerne aufnehmen würde, bis zum fertigen Album mit Mastering und Artwork. Ich würde nicht sagen, dass ich gelangweilt war, da ich ständig irgendetwas komponiere oder aufnehme, sodass ich eigentlich keine Zeit für Langeweile habe. Aber ja, es wäre wohl anders gelaufen, wenn ich mit Crystal Viper auf Tour gewesen wäre.« Warum hast du „nur“ ein Coveralbum gemacht? Gab es auch die Möglichkeit, dass du ein Soloalbum mit eigenen Songs aufgenommen hättest? »Ich würde nicht sagen, dass es „nur“ ein Coveralbum ist, da wir sicherstellten, dass es nicht so klingt. Wir wollten vielmehr erreichen, dass das Album wie ein in sich geschlossenes Werk klingt, wie eine Heavy-Metal-Platte durch und durch und nicht nur wie eine Ansammlung von zufällig ausgewählten, nachgespielten Songs. Ich glaube, dass wir das geschafft haben. Du kannst die Platte auch genießen, wenn du die Originalversionen der Songs nicht kennst.« Wie hast du deine Gäste - John Gallagher von Raven, Harry Conklin von Jag Panzer und Todd Michael Hall von Riot V - ausgewählt, die mit dir diese „Der König und die Königin“-Episoden verwirklicht haben? »Sie sind alle Freunde von mir und talentierte Musiker. Daher dachte ich, dass ihre Mitwirkung die Aufnahmen noch interessanter machen würde. Außerdem glaube ich, dass es nicht ganz so offensichtlich ist, wenn man für ein Album, das sich als Tribut an Rock- und Metal-Ladies versteht, männliche Sänger als Gäste einlädt.« (sg)

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