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REVIEW 7.5 22.01.2020, 08:00

(Album, RH 393, 2020)

X RAIDERS - Weltschmerz ´89

PLUS-MINUS Den Rucksack, wie Turbonegro zwischen „Ass Cobra“ und „Apocalypse Dudes“ zu klingen und gleichzeitig Iron-Maiden- und Dillinger-Escape-Plan-Einflüsse zu verarbeiten, hätte man X RAIDERS gar nicht aufsetzen müssen, denn auf „Weltschmerz ´89“, dem zweiten Longplayer der Bandkarriere, macht das holländische Quintettt verdammt viel richtig. Vorausgesetzt, man steht auf schnoddrigen Kick-ass-Rock´n´Roll und die dazugehörige Scheißegal-Attitüde. Unter Anleitung von Produzent Attie Bauw (Judas Priest, Scorpions), haben die passionierten Dosenbiertrinker in den Wisseloord Studios elf High-Energy-Granaten live eingeprügelt, die es in sich haben und die Zielgruppe in Verzückung versetzen dürften. Einzig das Fehlen eines echten Hits verhindert eine höhere Benotung. Thomas Kupfer 7,5 Zugegeben, die Musik auf „Weltschmerz ´89“ ist besser als das Plattencover vom kleinen Bruder irgendeines Mitglieds, doch davon abgesehen, dass Vergleiche von X RAIDERS mit den beiden von Thomas genannten Bands und Soilwork völlig hanebüchen sind, braucht man die Band nicht abzufeiern, bloß weil sie sich lederne Turbonegro-Schirmmützen aufsetzt. Die Originale haben wie alle Protagonisten des kurzen skandinavischen Schweinerock-Hypes Federn gelassen, und streng genommen lässt sich die Stimmung aus jener Zeit genauso wenig wiederbeleben wie der Geist des extremen Metal der frühen Neunziger. Abgesehen von an einer Hand abzählbaren Alben in den letzten Jahren, auf denen der alte Zauber aufblitzt (Hard Actions „Sinister Vibes“ etwa), glänzen sicherlich gut gemeinte nostalgische Unterfangen wie dieses hier allenfalls matt. Andreas Schiffmann 4

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