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REVIEW 8.0 12.11.2003

(Dynamit, RH 199, 2003)

POVERTY´S NO CRIME - The Chemical Chaos

(63:42) POVERTY´S NO CRIME machen es uns diesmal wahrlich nicht leicht. Denn Album Nummer fünf der deutschen Prog-Metaller hinterlässt einen durchaus zwiespältigen Eindruck. Woran liegt´s? An einer übersteigerten Erwartungshaltung, geschürt durch die beiden fast schon übermächtigen Vorgänger „One In A Million" und „Slave To The Mind"? Vielleicht auch an der Gewissheit, dass für eine Band mit dem Potenzial von POVERTY´S NO CRIME Stillstand beinahe schon Rückschritt bedeutet? Die sehr trockene Produktion von „The Chemical Chaos" ist möglicherweise auch daran schuld. Dafür zeigt man der Konkurrenz in puncto Eigenständigkeit einmal mehr die lange Nase. Und in Sachen Spielkultur lässt man einen Großteil der aktuellen Veröffentlichungen sowieso locker hinter sich. Der Prog-Faktor wird nie überbetont, obwohl man natürlich auch ein paar vertrackte Parts auffährt (u.a. im Instrumental ´Terminal Trip´ mit wunderbaren, zweistimmigen Gitarren am Ende!). Stattdessen stehen meist simple, heftigst groovende Riffs plus dezenter Keyboard-Einsatz auf der Tagesordnung. Die charmanten Gesangslinien von Sänger/Gitarrist Volker erfordern zwar ein paar Durchläufe mehr, bis sie richtig zünden; danach will man einige allerdings nicht mehr hergeben. Zehn Songs, kein Ausfall - und mit ´Walk Into Nowhere´, ´Every Kind Of Life´ oder ´Moving Target´ drei Hammer-Songs erster Kajüte, deren kompakte Dramaturgie man sich etwas öfter gewünscht hätte. Als Bonus-Song hat man übrigens den „Slave To The Mind"-Opener ´Access Denied´ in einer bezaubernden Akustik-Version neu belebt. Gutes Album, aber es bleibt das unterschwellige Gefühl, dass hier noch mehr drin gewesen wäre.

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