Podblitz


Foto: Holger Stratmann

Podblitz 18.12.2019, 13:40

GOJIRA - Podblitz: mit Joe Duplantier (Gojira)

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wo die Wurzeln des vielschichtigen GOJIRA-Sounds liegen? Statt lange zu grübeln, haben wir uns mit Frontmann Joe Duplantier getroffen und uns durch seine mobile Musikkollektion geshuffelt. Eine Hommage an die Bürgerrechtsaktivistin Rosa Parks gibt es obendrauf.

Mike Oldfield – Moonlight Shadow (von „Crises”, 1983)

»Ich bin ein riesiger Mike-Oldfield-Fan. Wer ihn nicht kennt: Er hat Musik zum Film „Der Exorzist“ beigesteuert. ´Tubular Bells´ gehört zu den bekanntesten Filmtracks. Mein Bruder und ich sind mit dieser Musik aufgewachsen, weil meine Eltern eine Reihe von Mike-Oldfield-Platten zu Hause hatten. Hier treffen Rock und Pop auf Prog und wohldosierte Momente des Wahnsinns.«

Nas – Hope (von „Hip Hop Is Dead”, 2006)

»So richtig mag ich das Album gar nicht. Auf meinem Telefon habe ich es aber trotzdem, weil ich Nas gern höre. Mein Favorit ist „It Was Written“. Ich liebe HipHop, ich liebe Metal, ich liebe Rock, ich schätze alle möglichen Formen von Musik.«

Tom Waits – Another Man´s Vine (von „Blood Money”, 2002)

»Großartig. Unglaublich. Der Stimmkörper, die Klangfarbe. Du kannst sein ganzes Leben darin spüren. Das kannst du dir nicht ausdenken, du musst schon ein besonderer Mensch sein, um so singen zu können.«

Devin Townsend Project – Secret Sciences (von „Transcendence”, 2016)

»Die letzte Devin-Townsend-Project-Scheibe. Die Produktion hat mich komplett umgehauen, wie immer. Devins Musik überwältigt dich manchmal, weil sie so komplex ist, aber Devin ist echt ein Genie.«

Refused – Protest Song ´68 (von „The Shape Of Punk To Come”, 1998)

(Joe kann sich nur schwer auf dem Sofa halten und ruft enthusiastisch:) »Refused! Magst du Refused? Oh mein Gott, als dieses Album herauskam, schauten wir uns an und haben uns gefragt: „Was ist das? Was passiert da gerade?“ Ich finde den Titel des Albums – „The Shape Of Punk To Come“ – großartig. Klar, der Titel klingt auch ein bisschen protzig und anmaßend, aber das ist Teil ihrer Attitüde.«

Dead Can Dance – Song Of The Nile (von „Spiritchaser”, 1996)

»Wenn du eine Dead-Can-Dance-Platte auflegst, kannst du ihre Verbindung zu alten Klängen hören. Sie lassen beispielsweise afrikanische und keltische Melodien einfließen, interpretieren sie aber modern. Das ist Musik für die Seele, sie baut auf und motiviert. Ich liebe es, Dead Can Dance beim Autofahren zu hören. Auf früheren Touren bin ich viel gefahren. Knapp zehn Jahre lang waren wir unsere eigenen Fahrer und Roadies. Dead Can Dance haben uns dabei oft begleitet.«

The Neville Brothers – Sister Rosa (von „Yellow Moon”, 1989)

»Meine Kindheit. Meine Mutter hat The Neville Brothers sehr oft gehört, richtig laut und auf Vinyl in unserem alten Haus. Mit dieser Band verbinde ich so viele Erinnerungen. Ich liebe diesen Song, da er von Rosa Parks handelt. Rosa Parks hat dazu beigetragen, die Geschichte der Afroamerikaner zu verändern. Sie ist für die schwarze Community genauso wichtig wie Martin Luther King. Meine Tochter besucht eine öffentliche Schule in Brooklyn, und über sie habe ich viel über Rosa Parks gelernt. Der Song ´Sister Rosa´ berührt mich. The Neville Brothers danken Rosa Parks, dass sie sich geweigert hat, ihren Sitz im Bus zu verlassen. Du kennst die Geschichte bestimmt. Rosa Parks hat sich gegen die Rassentrennung in Bussen aufgelehnt und damit eine große Revolution losgetreten.«

www.gojira-music.com

www.facebook.com/GojiraMusic

Bands:
GOJIRA
Autor:
Alice Srugies

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