Festivals & Live Reviews


Pics: Lisa Scholz

Festivals & Live Reviews 15.06.2022, 12:20

THUNDERMOTHER, DOCTOR VICTOR - Köln, Essigfabrik

Während THUNDERMOTHER ihren Auftritt auf dem Summer Breeze Open Air absagen mussten, steht ihrer groß angelegten „Heat Wave“-Tour nichts im Wege. Und so spielen die vier Frauen aus Schweden gleich zwei Shows in Köln. Nach einer Akustik-Show im Mai folgt ein energiegeladenes Konzert in der Kölner Essigfabrik. Mit dabei ist bei diesem Gig das (Blues-)Rock-Trio DOCTOR VICTOR.

Der Opener des Abends heizt definitiv gut ein. Vor angenehm voller Halle präsentiert das Dreier-Gespann aus Prag einen vom Blues geprägten klassischen Rock ´n´ Roll, der aus den späten 1960ern oder frühen 70er-Jahren stammen könnte. Auf der in rotes Licht getränkten Bühne geben die Mannen von DOCTOR VICTOR bei bestens abgemischtem Sound Songs wie 'Sexy Black' und 'Can't Stop Rock ´n´ Roll' zum Besten. Nicht fehlen darf außerdem eine eigene Interpretation des Prince-Songs 'Purple Rain', auf die ein Drum-Solo folgt. Zwischendurch holt sich Sänger und Gitarrist Victor Verstärkung auf die mit einem Teppich bestückte Bühne. Mit einem Stethoskop untersucht er einen jungen Mann, ob sein Herz für den Rock ´n´ Roll schlägt. Nachdem eine geschickt vom Band abgespielte Aufnahme verrät, dass dem nicht so ist, kommt eine junge Frau an die Reihe – und ihr Herz schlägt für Victor, weshalb sie gemeinsam mit der Combo für einen Song abrocken und headbangen darf. Die Show endet nach 40 Minuten Spielzeit. Fast zumindest, denn der in schwarz-weiß-gestreifter Kleidung steckende Sänger lässt es sich nicht nehmen und klettert Gitarre spielend von der Bühne. Er läuft schnurstracks zum Merch-Stand, gibt dort fleißig Autogramme und verkauft die zu fairen Preisen erhältliche Ware, wobei er die Gitarre gar nicht mehr hergeben möchte. Die drei Mann starke Truppe hätte in der Tat gerne noch etwas länger spielen können.

Groß ist die Vorfreude auf den Hauptact des Abends, der mit eineinhalb Stunden Spieldauer aufwartet. Zu Beginn des THUNDRRMOTHER-Sets ist der Sound noch nicht perfekt abgemischt, doch Sängerin Guernica Mancini vertraut auf das Feedback aus den ersten Reihen und so kann nochmal nachjustiert werden. Neben Klassikern wie 'Hellevator' und 'Driving In Style' spielt der Vierer auch neues Material wie 'I Don't Know You', die zweite Single aus dem für den 19. August angekündigten „Black And Gold“-Album. Die Midtempo-Nummer ist eine Herausforderung für die Vokalistin, da die Stimmlage in diesem Track etwas höher ausfällt, was sie allerdings mit Bravour meistert. Gegen Ende des Sets folgt ein Medley aus Klassikern der Rock-Musik und nach lange andauernden Zugabe-Rufen kommen die Schwedinnen für einen letzten Song zurück auf die Bühne und beenden mit 'Shoot to Kill' die Show. Die Fronterin fasst es gut zusammen: „Das ist ein epischer Montag“. Vollste Zustimmung, so lässt es sich super in die neue Arbeitswoche starten!

SETLIST THUNDERMOTHER

Whatever
The Road Is Ours
Dog From Hell
It's Just A Tease
Into The Mud
Thunderous
Back In '76
Hellevator
Watch Out
Loud And Alive
Heat Wave
Deal With The Devil
I Don't Know You
Drumsolo
Revival
Medley (We Fight for Rock 'n' Roll, (You Gotta) Fight For Your Right (To Party), Gitarren-Solo, All Along The Watchtower, Crazy Train, The Trooper, etc.)
Give Me Some Lights
Driving In Style
Shoot To Kill

Bands:
THUNDERMOTHER
DOCTOR VICTOR
Autor:
Lisa Scholz

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