Review

Reviews 3.0

COCK AND BALL TORTURE

Egoleech

Ausgabe: RH 207

(36:17)

Zu Zeiten, wo Gut und Regurgitate noch den Harmonizer selbst mit dem Lötkolben zusammenbastelten, wo der „Reek Of Putrefaction“ noch von der Insel wehte und Gore Beyond Necropsy dem Tenno Kot frei Haus lieferten, war die Welt der Perversen noch schwer in Ordnung. Heute muss man stattdessen mit der Lupe suchen, um sich im Gewirr der Nacheiferer nicht zu verfangen. COCK AND BALL TORTURE reiherten zu Beginn ihres Schaffens zumindest noch in atemberaubendem Speed durchs Gehölz und erschreckten so manche Maid beim heimlichen Koten im fremden Forst. Doch seitdem die Herren ihr seltsames „Talent“ entdeckt haben, so „richtig satt und fett zu rocken“, wird es ziemlich panne. Leute, wenn der Drummer nicht mehr schnell spielen will, haut ihn raus. Ansonsten tragen die Stumpfriffs, die Iommis Oma mit Stubenarrest und täglich zehn Stunden Tonleiterüben bestraft hätte, nicht gerade zur Hochstimmung bei.

„Egoleech“ versucht vergeblich, in Groove zu kommen, und verkommt bereits nach wenigen Minuten zur Einschlafdroge.

Autor:
Volkmar Weber
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