Review

Reviews 9.0
Hardcore Speed Metal

LAMB OF GOD

Lamb Of God

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 44:51
Erscheinungsdatum: 08.05.2020
Ausgabe: RH 396

Es hat eine Weile gebraucht, ehe sich die als obskur betitelte Mathcore-Band Burn The Priest gestarteten LAMB OF GOD an die Spitze der amerikanischen Extrem-Metal-Szene gesetzt haben, aber inzwischen gelten Fronter Randy Blythe und seine Mitstreiter als Hoffnungsträger eines ganzen Genres. Die zahlreichen Auftritte im Vorprogramm der Slayer-Farewell-Tour gehen vor diesem Hintergrund fast schon als offizielle Fackelübergabe durch, denn die in den selbstverordneten Ruhestand eingetretenen Totschläger hinterlassen natürlich eine riesige Lücke, die zu füllen man in den USA am ehesten LAMB OF GOD zutraut. Völlig zu Recht, wie „Lamb Of God“ schon nach wenigen Durchläufen klarmacht. Das Album groovt wie Hölle, lebt von den fiesen und spieltechnisch immer auf höchstem Niveau runtergerissenen Riffs und Soli des kongenialen Gitarrenduos Mark Morton und Willie Adler und hat in den brutalen Vocals von Randy Blythe einmal mehr ein prägnantes Alleinstellungsmerkmal. Zumal Mr. Blythe im Gegensatz zu viel zu vielen seiner Sängerkollegen in den Lyrics eben keine inhaltsleeren Allgemeinplätze adressiert, sondern sich einmal mehr als wacher und scharfsinniger Beobachter der globalen Entwicklung und vor allem ihrer Schattenseiten profiliert. Der Vollständigkeit halber sei darauf verwiesen, dass die Gastauftritte von Jamey Jasta (Hatebreed) und Chuck Billy (Testament) gelungen sind und sich Drummer Art Cruz perfekt in die Band eingefügt hat. Nach der sicher nicht ganz problemlosen Trennung von Gründungsmitglied Chris Adler ein Umstand, über den sich jeder Fan freuen wird.

Autor:
Thomas Kupfer
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