Review

Reviews 8.5
Hardcore Speed Metal

LAMB OF GOD

Omens

Label: Nuclear Blast/Rough Trade
Dauer: 41:06
Erscheinungsdatum: 07.10.22
Ausgabe: RH 424

Wenn man das 1999 unter dem Banner Burn The Priest veröffentlichte Debüt mitzählt, stellt „Omens“ bereits das zehnte Studioalbum von LAMB OF GOD dar. Eine solch reichhaltige Diskografie birgt natürlich die Gefahr, sich musikalisch zu wiederholen, weshalb die Musiker gut daran getan haben, das Pferd diesmal von hinten aufzuzäumen. „Omens“ wurde weitgehend live im Studio aufgenommen, wodurch das Material die pulsierende Energie eines LAMB OF GOD-Live-Auftritts so gut wie kein vorheriges Werk des Richmond-Quintetts einzufangen vermag. Stilistisch findet die Band eine ansprechende Mischung aus Passagen, die an ihre umjubelten Klassiker-Alben erinnern, sowie frischen Akzenten. Diese werden oft vom 2019 eingestiegenen Schlagzeuger Art Cruz gesetzt, der auf diesem Album noch mehr in seine Rolle gefunden hat als auf seinem 2020er Einstand „Lamb Of God“. Trotz der neuen Impulse lässt die Truppe große stilistische Experimente und Gastsänger, die sich auf den beiden Vorgängeralben die Klinke in die Hand gaben, diesmal außen vor. „Omens“ bietet somit nicht nur LAMB OF GOD in Reinkultur, sondern auch reichlich hitverdächtiges Material: ´Nevermore´, ´Ditch´, ´Omens´ und ´Denial Mechanisms´ schreien förmlich danach, in den heimischen vier Wänden einen Circle-Pit zu starten. Wer sein Mobiliar nicht komplett zerlegen will, sollte sich die Winter-Tourdaten mit Kreator rot im Kalender anstreichen.

Autor:
Ronny Bittner

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