Review

Reviews 8.5

MORGANA LEFAY

Grand Materia

Ausgabe: RH 216

(59:46)

MORGANA LEFAY standen jahrelang synonym für Power Metal der allerfeinsten Sorte und schweißtreibende Liveshows. Nach fünf nahezu durchweg exzellenten Studioalben kam es allerdings zum Bruch; Sänger Charles Rytkönen und Gitarrist Tony Eriksson spalteten sich ab, produzierten unter dem Lefay-Banner zwei weitere fantastische Scheiben und tourten sich den Arsch ab, während der Rest der Truppe eine Platte unter dem Namen MORGANA LEFAY veröffentlichte, die mit dem ursprünglichen Sound der Band jedoch nur wenig zu tun hat. Im Jahr 2001 wurde es dann richtig still um (MORGANA) LEFAY.

Doch damit ist´s nun vorbei. Die Bollnäs-Barden sind zurück, und zwar mit dem fast identischen Line-up, das die beiden famosen Lefay-Scheiben „The Seventh Seal" und „...---..." eingespielt hatte; lediglich ein neuer Basser ist mit von der Partie. Und glücklicherweise kehren die Schweden mit der gleichen Macht in die Szene zurück, die sie stets ausgezeichnet hat. Auch auf dem Konzept-Album „Grand Materia" zelebrieren sie Power Metal der grandiosesten Sorte, der ordentlich Dampf im Kessel hat und auf überflüssige Schnörkel verzichtet. Hier gibt´s kein Keyboard-Geseier, keine fröhlichen Singalong-Melodien und kein selbstgefälliges Gefrickel - stattdessen satte Gitarren-Power, großartige Riffs, fantastische Vocals und knallharte Drum-Beats. Zwar experimentieren MORGANA LEFAY auch gerne mal mit ein paar moderneren Gitarrensounds, die typische Stilistik der Band geht dadurch aber keineswegs flöten.

Ich wäre gerne noch etwas detaillierter auf die einzelnen Stücke eingegangen, aber leider wurde keine exakte Tracklist zu dieser Promo mitgeliefert. Zudem hielt die Plattenfirma es für eine gute Idee, sämtliche Tracks als ein einziges Stück auf diese CD zu packen, so dass man schon mal den Überblick verlieren kann, wo welcher Song zu Ende ist und wann der nächste anfängt.

Macht aber nix, denn unterm Strich zählt lediglich, dass MORGANA LEFAY in bester Form zurückgekehrt sind. Und das ist in diesem Fall mal eine Reunion, die richtig Sinn macht.

Autor:
Frank Albrecht
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