Review

Reviews 5.5

MORGANA LEFAY

Morgana Lefay

Ausgabe: RH 151

Was um Himmels willen soll das? Die Herren Daniel Persson, Joakim Heder und Jonas Söderlind sind wirklich liebe, nette Burschen, aber Tatsache ist, daß sie niemals die Hauptsongschreiber bei MORGANA LEFAY waren - und schon gar nicht die Identifikationsfiguren dieser Band. Insofern steht eines fest: Die einzig wahren MORGANA LEFAY heißen jetzt nur noch Lefay und veröffentlichen ihre Platten bei einem anderen Label. Warum allerdings die verbliebenen Mitglieder entgegen anderslautenden ersten Meldungen jetzt doch unter dem Namen MORGANA LEFAY weitermachen, bleibt indes völlig schleierhaft. Schließlich müssen sie sich somit an ihren früheren Werken messen lassen - und da können sie einfach nur verlieren. "Wir haben keine Lust mehr, unsere alten Stücke zu spielen, wollten stattdessen etwas modernere und angesagtere Musik aufnehmen, die mehr unseren aktuellen Einflüssen entspricht", schreiben die Jungs in einem Presseinfo. Das ist ihr gutes Recht, aber dann sollten sie sich wirklich einen anderen Namen suchen. Denn die Mucke, die die Schweden auf diesem Longplayer bieten, hat nichts, aber auch gar nichts mit MORGANA LEFAY zu tun. Stattdessen probieren sich die Herren an zeitgemäßem Riffgeschrubbe, das sich zugegebenermaßen schwer kategorisieren läßt und vom Riffing her gar nicht übel ist. Tatsache ist aber: Daniel Persson ist ein guter Gitarrist, dafür aber als Sänger ein absoluter Taugenichts, die Produktion klingt, als ob in irgendeinem billigen Demostudio aufgenommen wurde. Ich weiß nicht, wie ihr darüber denkt, aber unter MORGANA LEFAY stelle ich mir etwas anderes vor als verzerrte Vocals ohne Melodie und mechanische Riffs ohne nennenswerte Harmonien. Leute, zieht lieber einen Schlußstrich unter die Sache und fangt von vorne an - das wäre zumindest ehrlich!

Autor:
Frank Albrecht
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