Review

Reviews 8,5
Rotzrock

MOTORJESUS

Hellbreaker

Label: AFM/Soulfood
Dauer: 44:26
Erscheinungsdatum: 09.04.2021
Ausgabe: RH 406

Gemessen daran, dass es bei MOTORJESUS von Album zu Album eher behutsame Feinjustierungen als große Entwicklungssprünge gibt, ist „Hellbreaker“ durchaus bemerkenswert. Dieser siebte Longplayer „played“ nämlich gar nicht mal so „long“, sondern kommt mit der guten alten Vinyl-Regel von je fünf Stücken pro Seite ausgesprochen knackig auf den Punkt, was auch für die Songs an sich gilt. Als einzige „Extravaganz“ leisten sich die Jungs vom Niederrhein ein spannungssteigerndes Intro sowie auf der CD-Version zum Ausklang noch das kurze Instrumental 'The Outrun'. Überdies verzichten sie ausnahmsweise auf ihre Quotenballade, was den Eindruck, dass sie mit dem Fuß voll auf dem Gas stehen, noch verstärkt. Der High-Octane-Rock hat mächtig dicke Eier, und obwohl er ziemlich straight geradeaus brettert, sorgen sonnenbebrillte Seitenblicke für Abwechslung: 'Black Hole Overload' feiert die Stoner-Roots, 'Battlezone' bollert wie Motörhead, das Titelstück flirtet mit melodischem Punk, und die Gangshouts in 'Drive Through Fire' sorgen für eine Hardcore-Kante. Die Riffs des neuen Gitarristen Patrick Wassenberg zünden, die Rhythmussektion groovt wie Hulle, und Chris Birx' Weltklasse-Vocals krönen getreu dem Motto eines Reifenherstellers („Power is nothing without control“) diesen furiosen Ritt. Zudem hat der Mastermind mal wieder jede Menge martialisch-prägnanter Songtitel sowie zündende Refrains ('Dead Rising') am Start. Verdammt cooler Scheiß!

Autor:
Marcus Schleutermann
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