Review

Reviews 8.5

POVERTY´S NO CRIME

Symbiosis

Ausgabe: RH 99

Zwei saustarke Demos reichten aus, um mehrere Labels auf den Plan zu rufen, von denen letztendlich Noise das Rennen machten. Die Berliner Company mausert sich ja zusehends zu einem Sammelbecken für talentierte Newcomer und wirft mit "Symbiosis" ein Album ins Rennen, das sich ernsthaft anschickt, das Niveau heimischer - vor Kitsch und gestelztem Pathos oftmals nur so triefenden - Progressive-Produktionen anzuheben. Ein Unterfangen, das mühelos gelingt, da sich neben den obligatorischen Stilistika (Potztausend! - Red.) wie fetten Keyboardsounds genügend Schnittstellen finden lassen, die Metal-Freaks den Zugang zu dieser Scheibe erleichtern werden. Harte, an Iron Maiden angelehnte zweistimmige Gitarren, wuchtige Drums und die charismatischen Vocals von Sänger Volker setzen hier gekonnt Akzente. Dabei finden sich alle Songs beider Tapes in soundtechnisch und kompositorisch neu aufbereiteten und verbesserten Versionen auf diesem einstündigen Silberling wieder, der restlos überzeugt und mit 'Meet Me At The Sky', 'Moral Dilemma', Perfect Wings' und 'A World Without End' eine Reihe hochkarätiger und griffiger Nummern am Start hat. Wow! Mit diesem homogenen, abgeklärten und überzeugenden CD-Einstand haben POVERTY'S NO CRIME die in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllt und sich eine mehr als solide Ausgangsbasis verschafft. Mal abwarten, was die Jungs und Noise daraus machen. Geil!

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