Review

Reviews 8.5

PUDDLE OF MUDD

Life On Display

Ausgabe: RH 201

(58:21)

PUDDLE OF MUDD gehörten 2001 mit ihrem Debüt „Come Clean“ zu den großen Überraschungen im Alternative-Sektor. Weltweit mehr als fünf Millionen Mal verkaufte sich das Erfolgsalbum mit den Hit-Singles ´She Hates Me´, ´Control´, ´Blurry´ und ´Drift And Die´ und ließ Wes Scantlin und seine Mannen kometenhaft in die erste Liga der modernen Rockbands aufsteigen.

„Life On Display“ ist der Name des ambitionierten Nachfolgers, der klarmacht, dass die US-Boys auch ohne den massiven Support von Limp-Bizkit-Chefdenker Fred Durst in der Lage sind, eine schnörkellose, solide, zeitgemäße Scheibe zu produzieren. Eine ganze Ecke rauer, härter und auch düsterer als noch auf dem Vorgänger präsentiert sich das Quartett auf seinem aktuellen Werk und beweist ein gutes Gespür für vielschichtige Songstrukturen. Den Vorwurf, die wichtigsten Trademarks der Grunge-Größen Alice In Chains, Nirvana und Pearl Jam in ihren Stücken zu reanimieren, müssen sich PUDDLE OF MUDD zwar nach wie vor gefallen lassen, aber die Qualität der gut produzierten Nummern lässt einen fast vergessen, dass Scantlins Vocals bisweilen sehr stark an Kurt Cobain und Layne Staley erinnern.

Zu den absoluten Highlights der Platte gehören der mit einem düsteren Unterton straight voranrockende Opener ´Away From Me´, der schwermütige Groover ´Nothing Left To Lose´, der nachdenkliche Neo-Grunger ´Think´ und der brillante, zwischen unterschiedlichen Stimmungen pendelnde und mit atmosphärisch-komplexen Strukturen versehene Sieben-Minuten-Track ´Time Flies´.

PUDDLE OF MUDD erfinden den Rock nicht neu, haben mit „Life On Display“ aber eine Platte im Gepäck, die locker allen Anforderungen der modernen Alternative- und Post-Grunge-Szene gerecht wird.

Autor:
Conny Schiffbauer
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