Review

Reviews 8
Classic Rock Hard Rock

SMITH/KOTZEN

Smith/Kotzen

Label: BMG/Warner
Dauer: 47:19
Erscheinungsdatum: 26.03.2021
Ausgabe: RH 406

Auf die Paarung von Jungfrau Adrian Smith und Richie Kotzen, die sich hier über die Distanz von neun Stücken die Gitarren- und Bassarbeit sowie die Leadvocals teilen, muss man auch erst mal kommen. Der amerikanische Saitenvirtuose Kotzen wurde einst vom Gitarristen-Guru Mike Varney (Shrapnel Records) entdeckt (und stellte seine Künste auch schon mal in den Dienst von Poison und Mr. Big), während Adrian Smiths Werdegang keiner weiteren Erläuterung bedarf. Beide trafen sich in der Sonne auf den Turks- und Caicosinseln, um ihrer gemeinsamen Liebe zum Blues und Classic Rock englischer Prägung zu frönen. Dem Material liegt keinerlei kommerzielles Kalkül zugrunde (womöglich hat Smith während der Recordings auch die Gelegenheit genutzt, um neue Angelgebiete zu erschließen). Und das hört man Stücken wie dem packenden Bluesrocker 'Scars' oder 'Solar Fire' (mit einem sich in Understatement übendem Nicko McBrain als Gast am Schlagzeug) auch deutlich an. Einen wirklichen Überflieger gibt es unter den neun Kompositionen nicht, die Single 'Taking My Chances' zählt tatsächlich zu den am leichtesten zugänglichen Nummern der Platte. Smiths Gitarrenspiel ist erdiger, seine Vocals sind rauer als die von Kotzen, dessen amerikanische Prägung immer wieder durchscheint. Insgesamt ergibt dies eine schöne Symbiose, allerdings ist man vom Klassiker-Potenzial ein Stück weit entfernt. Auch wenn der Vergleich hinken mag: Anhänger des Maiden-Gitarristen sind mit SMITH/KOTZEN besser bedient als mit seinen vorherigen Projekten A.S.A.P. und erst recht Psycho Motel.

Autor:
Matthias Mader
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