Review

Reviews 5.0
Doom Metal Progressive

SUPERLYNX

New Moon

Label: Dark Essence/Soulfood
Dauer: 46:48
Ausgabe: RH 384

Die elegische Ausdruckslosigkeit von Pia Isaksen geht einem schon nach zwei Songs auf den Puffer. Mit dem Stimmumfang eines Freizeichens spielt sie die ätherische Leierkastenmamsell. Sie scheint nur einen Affekt zu kennen: halbgefrorene Melancholie. Wer so in Lethargie abtaucht, der kann nicht erwarten, dass ein anderer das spannend findet. Ähnlich gelagerte Charaktere, eventuell auch die Gothic-Kopfhängerschaft, können es mal probieren mit ihr beim kollektiven Trübsalblasen. Geteiltes Leid etc. Aber die anderen mögen die Finger davon lassen, zumal auch die Band melodisch keine Akzente setzen kann und mit großer Kunstgeste im Doom-Einerlei herumrührt. Die unerträgliche lyrische Windbeutelei passt dazu wie ein Mittelfinger, der sich langsam aus der Faust erhebt. So ist das wohl, wenn man vor lauter Prätention nicht mehr zum Musikmachen kommt.

Autor:
Frank Schäfer
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