Review

Reviews 8.0
Heavy Metal

VELVET VIPER

Cosmic Healer

Label: Massacre/Soulfood
Dauer: 49:58
Erscheinungsdatum: 23.04.2021
Ausgabe: RH 407

Die Grande Dame des deutschen Heavy Metal zieht mit „Cosmic Healer“, dem fünften Album von VELVET VIPER, abermals sämtliche Register. Vital, abwechslungsreich und überwiegend recht forsch kommt der Großteil der elf Stücke daher, und auch rein stimmlich sind bei Jutta Weinhold keinerlei Abnutzungserscheinungen festzustellen. ´Let Metal Be Your Master´ (mit der unsterblichen Textzeile „Ride the snake to the lake, find the last unicorn“ - nehmt das, Manowar!) hat das Zeug zur Hymne, und spätestens mit dem furiosen ´Voice Of An Anarchist´ gen Mitte des Albums entfaltet „Cosmic Healer” seinen eigenen Zauber. ´On The Prowl´ tendiert ein wenig mehr in die Rock´n´Roll-Richtung, fällt aber nicht weniger mitreißend aus, während sich ´Osiris´ erfolgreich an orientalisch anmutenden Melodiebögen versucht. Der Produktion mangelt es ein bisschen an Durchschlagskraft (vor allem im Bereich der Rhythmussektion), und nach hinten raus lässt die Qualität des Songwritings mit ´Long Shadows´ sowie der akustischen Neubearbeitung von ´Götterdämmerung´ (vom letzten Studioalbum) ein wenig nach. Insgesamt überwiegen allerdings die positiven Aspekte. Gekonnt ist eben gekonnt.

Autor:
Matthias Mader
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