Review

Reviews 7.5
Death Metal Speed Metal

VIROCRACY

Ecophagia

Label: Apostasy/Edel
Dauer: 49:46
Erscheinungsdatum: 25.03.2022
Ausgabe: RH 419

„Ecophagia“ (wir verschlingen unsere Umwelt), das zweite Album der aus Stuttgart stammenden VIROCRACY, koppelt progressiven Death als verflochtenes, sich stetig windendes metallisches Dornengewebe an leicht zugängliche thrashige Rhythmen, die allzu sophisticateten Selbstvertiefungen entgegenwirken. Sängerin Anika variiert passend dazu gekonnt zwischen heiser-wütenden Thrash-Vocals und Ausbrüchen mittelfinsteren Growlens. Die vorherrschende Atmosphäre ist dunkel, es wird weitgehend verzichtet auf Groove-Gebilde oder psychedelisch-luftige Exkursionen, dafür bringen akustische Einlagen, Vocal-Samples und kurze Sologitarren-Höhenflüge Varianz ins Ganze. Dabei herrscht die death-metallische Schwere und Brachialität vor, die man sich bei Todes-Prog, neben bestaunenswerter technischer Kompetenz, erhoffen kann. VIROCRACY liefern entsprechend und gefallen (mir) besonders, wenn sie sich der Ruppigkeit der leider verblichenen Necrophagist annähern - Stichwort: Iguana Studios, die auch „Ecophagia“ produzierten.

Autor:
Gregor Olm

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