Review

Reviews 8.0
Speed Metal

VULCANO

Stone Orange

Label: Emanzipation/SPV
Dauer: 48:04
Erscheinungsdatum: 29.04.2022
Ausgabe: RH 419

VULCANO bieten wieder ihren urigen Gegenentwurf zu den zehntausend überoptimierten Platten im Extrem-Metal, machen rustikalen, höllenfeurigen Thrash wie aus einer nach Altmännerschweiß und Maschinenöl miefenden Schlosserwerkstatt, mit kommandoartig von Frontkrächzer Louzada vorgetragenen Versen. Das Schwärzliche im Sound wussten seinerzeit auch die skandinavischen Satansbratlinge der Second Wave zu schätzen; die Brasilianer, Gründungsjahr 1981, das Jahr, in dem auch Sodom hoffnungsfroh losrumpelten, hatten da schon eine Dekade auf dem Buckel. „Stone Orange“ ist weniger slayeresk als der Vorgänger „Eye In Hell“, beschwört mehr den Geist des traditionellen Metal der Frühachtziger-Klassik. Dabei besingen die Jungs um Urmitglied Zhema Rodero sich selbst (´Rebels From 80s´) und ihre rosige Zukunft (´Vulcano Will Live Forever´; ein Cadaverise-Cover), und bei manch rührend musealem Wimmer-Solo ballt sich die Metalfist wie ein Kugelblitz. Fans von Possessed, Venom, Sarcófago und Nifelheim sagen ja.

Autor:
Gregor Olm

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