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KATATONIA

Dethroned & Uncrowned

Ausgabe: RH 317

KScope/Edel (46:10)

Eigentlich sollte man meinen, das letzte KATATONIA-Album „Dead End Kings" sei mit seinen epischen, teils gar symphonisch-proggigen Elementen und seinen eleganten Melodiebögen wie geschaffen für eine Unplugged-Umsetzung, doch so richtig begeistern kann „Dethroned & Uncrowned" leider nicht. An Jonas Renkses charismatischer Stimme, die hier natürlich noch weiter im Vordergrund steht, liegt es nicht, an den Arrangierkünsten der Band auch nicht. Die Akustikgitarren und Orchesterinstrumente sind schlüssig platziert, und man merkt, dass sich die Schweden extrem viele Gedanken über die Neufassungen der Stücke gemacht haben. Was „Dethroned & Uncrowned" letztlich fehlt, ist die düstere Dynamik des Originals, jenes fesselnde Zusammenspiel von ruhiger Verträumtheit und harter Erhabenheit, dessen zweiter Bestandteil hier zwangsläufig zu kurz kommt und auch durch die cleversten Streichersätze nicht ersetzt werden kann.

Autor:
Michael Rensen
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